German
China Association
President: Prof.
Dr. Gregor Paul (email),
Karlsruhe
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Lectures
of the GCA / Symposium
of the GCA (in German) / Scholarly Events
in Chinese Studies across Europe
The GCA invites
periodically
to lectures, which are held - starting from October 2002 - always on a
Thursday
at 7 pm in the Museum for East Asian Antiquities, 100 Universitystr.,
Cologne
GER. The entrance fee for members is free, for non-members it is 3 EUR,
reduced fee is 1.50 EUR. The lecture is followed by a discussion and
there
is the opportunity to chat in the café of the museum entrance
hall
until 11 pm.
Upcoming events: Neite,
Schwermann, Summer
Meeting,
events
already held
| Datum |
Referent |
Thema |
Erläuterung |
Ort |
13.01.2005, 10.02.2005,
10.03.2005, 14.04.2005, 12.05.2005,
16.06.2005 |
|
|
|
Köln
|
09.12.2004
|
Botschafter a.D. Dr.
Hannspeter Hellbeck |
China am Ende des Jahres
2004 |
Hannspeter
Hellbeck war Stellvertretender Generalkonsul in Hongkong,
Leiter des Referats
Ostasien im Auswärtigen Amt und – von 1987 bis 1992 – Botschafter
in Beijing.
Seine zahlreichen Veröffentlichungen zu Fragen Asiens und
insbesondere Chinas
gehören zu den wichtigsten einschlägigen Analysen und finden
entsprechende
Beachtung. |
Köln
|
11.11.2004
|
Michael Henss (Zürich) |
Tibet und China – Tausend Jahre Kunst und
Kultur |
Der
Vortrag thematisiert Marksteine der sino-tibetischen Beziehungen. Dabei
geht es
vor allem um Beispiele aus Bildender Kunst und
Architektur.
Michael
Henss leitet in Zürich die Fachbuchhandlung
„Asiatica“. Er befasst sich seit Jahren mit Themen und Fragen, die
für die DCG
von Interesse sind und hat denn auch mehrfach entsprechende Referate
gehalten,
die auf große Resonanz stießen. Zur Geschichte der
tibetischen Kunst und Kultur
hat Michael Henss zahlreiche Studien veröffentlicht. Sie
gehört zu seinen
engeren Arbeitsfeldern.
|
Köln
|
07.10.2004
|
Vera Schick, M.A.
(Stuttgart und Tübingen) |
Selbstmord als Thema
chinesischer Literatur |
Der Vortrag wird vor allem die
Darstellung des
Selbstmords in der chinesischen Literatur der 20er und 30er Jahre des
20.
Jahrhunderts beleuchten.
Die
Sinologin Vera Schick
ist seit 2000 Dozentin für
chinesische Sprache an der Fachhochschule
Stuttgart und war
bis 2003
Lektorin für klassisches und modernes Chinesisch am Seminar
für Sinologie und
Koreanistik der Universität Tübingen. Ihr besonderes
Interesse gilt der
chinesischen Literatur und Literaturkritik sowie einer
Thanatologie und
Suizidologie der chinesischen Kultur. Sie arbeitet an einer
Dissertation mit
dem Thema Das Selbstmord-Motiv in der chinesischen Literatur der
20er und
30er Jahre. |
Köln
|
| 17.06.2004 |
Generalkonsul
a.D. Dr. Hans
Wolfgang Schumann (Königswinter) |
Der Buddha des
Mah?y?na-Buddhismus |
Im Mahayana, dem
„Großen
Fahrzeug“, gilt der Buddha oft als eine Art übermenschliches, ja
(fast)
göttliches Wesen. Der Vortrag geht der Geschichte der
Herausbildung
dieser Buddha-Vorstellungen und der Funktion und Wirkung der
Entwicklungen
nach. Chinesische Buddhi-sten verstanden – und verstehen – sich im
All-gemeinen
als Mah?y?nisten.
Hans Wolfgang Schumann ist
einer der be-kanntesten deutschen Indologen und Buddhologen. Seine
Veröffentlichungen
zählen zu den erfolgreichsten einschlägigen
Veröffentlichungen.
Genannt seien nur Der historische Buddha, Die großen Götter
Indiens und Handbuch Buddhismus. |
Köln |
| 13.05.2004 |
Privatdozentin
Dr. Gisela
Hildenbrand (Köln) |
Traditionen der
Selbstkultivierung
in China |
Der Gedanke, das
Leben zu
pflegen und zu kultivieren (yangsheng), taucht in China sehr früh
auf. Philosophen und Heilkundige formulierten unterschiedlichste
Vorschläge
und Regeln, die dann in
praktischen Übungen
ihren Ausdruck fanden. Vor allem Methoden der Selbstübung, in
denen
es um Körperhaltung- und Bewegung, um Atmung und um Sammlung, Ruhe
und Imagination
geht - heute unter dem Begriff
Qigong zusammengefasst - haben sich im Westen etabliert.
Je nach Herkunft und Ziel
werden in den überaus zahlreichen und vielfältigen
überlieferten
Verfahren unterschiedliche Übungselemente betont, seien es
medizinische,
religiöse oder künstlerische.
Die Beziehung zu den Künsten,
insbesondere zur Schriftkunst und zur Musik, und hier vor allem zur
Musik
der Qin, zeigt sich in den Begriffen, den Übungsanforderungen und
im
philosophischen Fundament
des Yangsheng. Die Beziehung zur chinesischen Heilkunde wird in der
Einbindung
der Konzepte, die auch der Akupunktur zugrunde liegen, deutlich. Die
religiösen
Elemente zeigen, dass insbesondere
die daoistischen Schulen der Inneren Alchemie einen reichen Schatz an
Praktiken
zur Kultivierung des Lebens entwickelt haben.
Dr. med. Gisela Hildenbrand
ist Privatdozentin an der Universität Bonn und führendes
Mitglied
der Medizinsichen Gesellschaft für Qigong e.V. |
Köln |
| 15.04.2004 |
|
Podiumsdiskussion über
ein aktuelles Thema |
|
Köln |
| 11.03.2004 |
Dr. Xu Pei (Köln) |
Die Lyrikerin Xu Pei liest
aus ihrem neuesten Gedicht-band „Schneefrau“ |
Die Lesung bietet auch Gelegenheit
zu einem Gespräch über chinesische und deutsche Litera-tur.
Außerdem
können von Xu Pei signierte Bände ihrer bibliophilen, von
namhaften
Künst-lern illustrierten Gedichtsammlungen erworben werden.
Xu Pei, geboren und aufgewachsen
in der VR China, lebt seit Ende 1988 in Europa. Pro-motion im Fach
Germanistik
1996. Xu Pei erhielt mehrere Literatur-Stipendien. Zu ihren
Veröffentlichungen
gehören: Täglich reitet der Herzog aus. Gedichte (1993).
Frauenbilder
der Ro-mantik. Dissertation (1997). Lotosfüße. Gedichte
(2001). |
Köln |
| 12.02.2004 |
Dr. Thomas Täubner
(Freiburg) |
Chinas neuer Heiliger. Lu
Xun in der
Volksrepublik China – Die
gesellschaftsführende Funktion von Kunst und Literatur |
„War Konfuzius der Heilige
der Feudalgesell-schaft, so ist Lu Xun der Heilige des modernen Chinas“
(zitiert aus der Rede „Über Lu Xun“, die Mao am 19. 10. 1937 in
der
Nord-Shaanxi-Akademie zu Yan’an anlässlich des ersten Jah-restags
des Todes von Lu Xun hielt). Thomas Täubner untersucht mittels der
neuentwickelten „Gesellschaftsführungslehre (Soziagogie)“ die
gesellschaftsführende
Funktion von Kunst und Literatur in der Volksrepublik China.
Täubner
zeigt am Beispiel der chinesischen Lu-Xun-Rezeption der 90-er Jahre des
20. Jahrhunderts, wie es der chinesischen Obrigkeit bis heute immer
wieder
gelingt, den 1937 von Mao Ze-dong in den Rang des Kulturheiligen
erhobenen
linksgericheten Schriftsteller Lu Xun (1881-1936) dem Volke
gemäß
den Normen zu prä-sentieren.
Thomas Täubner studierte
an der Albert-Ludwig-Universität Freiburg i.Br. Sinologie,
Philo-sophie
und Kunstgeschichte. Während eines zweijährigen
Auslandsaufenthaltes
in der VR China studierte er am Literaturinstitut der Uni-versität
Nanjing in der Doktorandenklasse Pro-fessor Bao Zhongwens, des Direktor
des chine-sischen Literaturinstituts und führendem Mit-glieds der
Jiangsuer Lu Xun-Gesellschaft. Im Sommer 2003 promovierte Täubner
bei Prof. Dr. jur. Dr. phil. Harro von Senger. |
Köln |
| 15.01.2004 |
Prof.
Dr. Joachim Gentz (Universität Göttingen) |
Einheit
der „Drei Lehren“?
Konfuzianismus,
Daoismus und Buddhis-mus im traditionellen China |
In
welcher Weise wurden die „Drei Lehren“ in der Geschichte Chinas
tatsächlich
als Einheit gesehen? Wer sah und sieht sie so? Und warum? Gab es auch
andere
einflussreiche Einschätzungen? In seinem Vortrag wird der Sinologe
und Religionswissenschaftler Joachim Gentz all diesen Fragen nachgehen. |
Köln |
| 04.12.2003 |
Dr. Manfred Dahmer |
Qin
Die klassische chinesische
Griffbrettzither und ihre Musik |
KONZERT, VORTRAG UND GESPRÄCH
Die Qin besaß seit
frühester Zeit eine Sonderstellung in der chinesischen
Kulturgeschichte:
Für kein anderes Instrument wurden vergleichbar viele
Kompositionen
überliefert. Über kein anderes Instrument wurde so viel
geschrieben.
Für Gelehrte, Maler, Dichter, Philosophen und Mächtige war
sie
Teil kultivierten Lebens.
Der renommierte Musiker,
Musikwissenschaftler und Sinologe Manfred Dahmer studierte die Qin an
der
Zentralen Musikhochschule Peking und in Taiwan. Zu seinen
Veröffentlichungen
zählt das Buch Qin – die klassische chinesische Griffbrettzither, das
kürzlich in einer erweiterten Neuauflage und mit CD erschien. |
Köln |
| 13.11.2003 |
Christian Schwermann
M. A. (Sinologie Bonn) |
Antiintellektualismus
im alten China |
Der Vortrag
beschreibt die
intellektualitäts- und bildungsfeindlichen Strömungen bis zum
Beginn der Kaiserzeit (210 vor Chr.) und beleuchtet ihre ideen- und
sozialgeschichtlichen
Hintergründe.
Eine
allgemeinverständliche
Zusammenfassung der einschlägigen aktuellen Hypothesen.
Christian Schwermann
ist
wissenschaftlicher Mitarbeiter am Sinologischen Seminar der
Universität
Bonn und arbeitet z. Z. an einer Dissertation über den Begriff der
Dummheit in altchinesischen Texten. Sein Hauptinteresse gilt der
Klassischen
Philologie und Geistes- und Kulturgeschichte des alten China (bis 220
n.
Chr.). |
Köln |
| 09.10.2003 |
Werner Neite |
Die europäischen
Bauten des Alten Sommerpalastes in Peking. Werden und Niedergang.
Mit
Dias. |
Nach Sturz der
Ming-Dynastie
(1644) nahmen die Qing-Kaiser Peking in Besitz. Im Nordwesten Pekings
installierten
sie eine Sommerresidenz mit herrlichen Parkanlagen (Yuan ming yuan). Um
1745 entwarfen italienische und französische Missionare für
einen
kleinen Teil des Gartenkomplexes Anlagen im europäischen Stil. Die
Bauten wurden 1860 zuerst von der englisch-französischen
Interventionsarmee
und dann 1900 von den acht fremden Mächten geplündert und
niedergebrannt.
Heute sind dort nur noch Ruinen.
Der Dipl.-Pyschologe
Werner
Neite besichtigte 1991 das Ruinenfeld und fotografierte es. Das
„Herzstück“
seines Vortrags bilden freilich von ihm erworbene einmalige
Original-Fotografien
von 1870 (25 mal 35 cm). Seine Überzeugung, dass Geschichte nur
bei
leibhaftiger Anschauung lebendig werde, motivierte ihn, sich in das
Thema
zu vertiefen. |
Köln |
| 31.08.2003 |
|
Sommertreffen |
Auf der Terrasse
des Cafés
Hirsch im Museum für Ostasiatische Kunst in Köln
(Universitätsstraße
100, Tel. 0221-4309882) findet am Samstag, den 31. August 2003, von 14
Uhr 30 bis 18 Uhr ein Treffen von Mitgliedern und Freunden der DCG
statt.
Dieses Treffen soll das persönliche Kennenlernen von
langjährigen
und neueren Mitgliedern fördern. |
|
| 05. Juni 2003 |
Prof. Dr. Konrad
Wegmann
(Bochum) |
Das Daode
jing |
Gegenstand des
Vortrags
ist das Daodejing (Tao-te-king), wie es insbesondere aus der
Sicht
einer nicht-daoistischen klassischen chinesischen „Schule“, der
„Schule“
des Legalismus, gesehen wurde. Der Legalismus avancierte in mancherlei
Hinsicht zur Ideologie des Reichseinigers und „Ersten Kaisers“ Qin Shi
Huang.
Konrad Wegmann ist
Sinologe
und Politologe an der Universität Bochum. Er ist einer der besten
deutschen Kenner des Daode jing, des den meisten Deutschen als
Tao-te-king
bekannten, Laozi bzw. Lao-tzu zugeschriebenen Klassikers des Daoismus
oder
Taoismus. Zuletzt hat Konrad Wegmann u.a. die Reihe Strukturen der
Macht:
Studien zum politsichen Denken Chinas herausgegeben und eine
Analyse
der „Laozi-Textversionen im Vergleich“ (Monumenta Serica 47)
veröffentlicht. |
Köln |
| 08. Mai 2003 |
Dr. Volker Klöpsch
(Krefeld) |
Der
Übersetzer als
Verräter? Wider die Mär von der Unübersetzbarkeit
chinesischen
Dichtung |
Der Vorwurf des
Verrats
ist fast so alt wie die Profession des Übersetzens. Er gilt
bereits
für die Übertragungen zwischen miteinander verwandten
europäischen
Sprachen. Umso schwieriger erscheint die Vermittlung einer so fremden
Kultur
und andersartigen Literatur wie der chinesischen in den
deutschsprachigen
Raum. Bei der Übertragung von Dichtung, dem in China mit Abstand
am
höchsten geschätzten literarischen Genre, muss der
Übersetzer
neben dem bloßen Verständnis für den Text auch ein
Gespür
für die strikten prosodischen Formen und die ganz unterschiedliche
Funktion des Gedichtes in der chinesischen Gesellschaft aufbringen.
Der Vortrag gibt
einen Abriss
der Geschichte von Übersetzungen chinesischer Poesie ins Deutsche
und beschreibt anhand einiger Beispiele die ver-schiedenen methodischen
Ansätze. Sodann wird versucht, die grundsätzlichen Probleme
dieses
Vermittlungsprozesses zu beschreiben und Lösungsvorschläge zu
unterbreiten. Am Ende könnte die Frage nach poetischen
Universalien
stehen, die Original und Übersetzung miteinander verbinden und die
Mühsal des Übersetzers rechtfertigen.
Dr. Volker
Klöpsch
studierte Germanistik, Vergleichende Literaturwissenschaft und
Sinologie
an den Universitäten Freiburg, Berlin, Edinburgh, Salamanca,
Shanghai
und Heidelberg. Er arbeitete am Bochumer Sinicum, lehrte als
DAAD-Lektor
an der Taiwan-Universität in Teipeh deutsche Sprache und Literatur
und unterrichtet seit 1990 am Ostasiatischen Seminar der
Universität
Köln. Neben Übersetzungen zur Literatur des 20. Jahrhunderts
legte er mit Der seidene Faden. Gedichte der Tang die erste
vollständige
Übertragung der wichtigsten und in China am weitesten verbreiteten
Anthologie von Tang-Lyrik ins Deutsche vor. Er ist zudem Mitherausgeber
der Hefte für ostasiatische Literatur. |
Köln |
| 03. April 2003 |
Dr. Martin Woesler |
Zwischen
Exotismus
und Chinoiserie. Parallelen und Unterschiede zwischen chinesischer
und
deutscher Literatur. Einflüsse und Abgrenzungen. |
Um
Hintergründe
geht es in diesem Referat, Motive und Intentionen beim geistigen
Austausch
zwischen China und Deutschland. Diese haben stets die entscheidende
Rolle
gespielt, sowohl bei der Idealisierung der Chinoiserie und des Maoismus
wie auch bei der Exotisierung, der bewussten Betonung des Anderen, des
Unterschiedlichen, des Unverstandenen. Zentrale Figuren in diesem
geistigen
Austausch sind die frühen Reisenden, dann die Übersetzer und
schließlich die eigenen Autoren, die das oft schon gefilterte
Chinabild
in Andeutungen (Effi Briest) exotisierten oder in Gleichnissen
idealisierten
(Der gute Mensch von Sezuan). Spannend sind auch
überraschende
Parallelen, die sich unabhängig in beiden Kulturkreisen entwickelt
haben – ist der Traum der Roten Kammer dem Faust oder
eher
den Buddenbrooks
seelenverwandt? Heißt Heinrich Böll
auf chinesisch Wang Meng? Texte, in die andere Sprache übertragen,
erreichen ähnliche Wirkungen, etwa wenn in China Guo Moruos
Übersetzung
von Goethes Werther eine Selbstmordwelle auslöst.
Woesler ist
Vorstandsmitglied
der DCG. Sein Fachinteresse als Sinologe gilt vor allem der
chinesischen
Literatur und den Möglichkeiten, die der Computer für die
Chinawissenschaften
bietet. Zur Zeit arbeitet er – zum Teil wechselnd – in Bochum,
Germersheim
und Peking. Dabei befasst er sich insbesondere mit Rezeption des Traums
der Roten Kammer und dem Aufbau einer chinesischsprachigen
Volltext-Datenbank
im Internet. Aufenthalte u. a. an der Peking- und der
Harvard-Universität.
Zu seinen Veröffentlichungen zählen China‘s digital dream
(2002),
The Chinese Essay in the 20th Century (2000), und Geschichte
des chinesischen Essays (1998). |
Köln |
| 06. März
2003 |
Jürgen Kahl |
Unbezahlbares
Wachstum?
Chinas ökologische Herausforderung |
China hat seit
Rio 1992
den Grundsatz der nachhaltigen Entwicklung adoptiert und sich
ehrgeizige
umweltpolitische Ziele gesetzt. Der Vortrag geht der Frage nach, um
welchen
ökologischen Preis das Land seine hohen wirtschaftlichen
Wachstumsraten
erzielt, welche Fortschritte und welche Defizite im Umweltschutz zu
verzeichnen
sind. Dabei geht es auch um die Perspektiven, die sich aus den
internationalen
Maßnahmen zum Klimaschutz und aus dem WTO-Beitritt der
Volksrepublik
für die bi- und multilaterale umweltpolitische Zusammenarbeit mit
China ergeben.
Jürgen Kahl ist
Historiker
und Politologe. Nach dem Staatsexamen erhielt er ein China-Sti-pendium
der Stiftung Volkswagen-Werk. Kahl arbeitet als Journalist. 1985-1992
war
er China-Korrespondent der
Süddeutschen und Neuen Zürcher
Zeitung. Gegenwärtig ist er Sonderkorrespondent der NZZ.
Veröffentlichungen in Fachpublikationen zur chinesischen Innen-
und
Außenpolitik. |
Köln |
| 06. Februar 2003 |
Generalkonsul a.
D. Dr.
Wolfgang Schumann (Königswinter) |
Der Buddha in
Kunst und
Geschichte |
Hans Wolfgang
Schumann ist
Indologe und Religionswissenschaftler. 1960-63 war er Lektor an der
Hindu-Universität
in Benares. Danach trat er in den Auswärtigen Dienst der
Bundesrepublik
Deutschland ein, für den er zuletzt als Generalkonsul in Bomaby
tätig
war. Wolfgang Schumann hat zahlreiche Arbeiten über den Buddhismus
und die indische Kultur veröffentlicht. Für seine Bücher
Der
historische Buddha und Die großen Götter Indiens
erhielt er – zusammen mit einem weiteren Indologen – 2000 den
Rabindranath-Tagore-Preis
der Deutsch-indischen Gesellschaft.
Der Vortrag mit Dias
von
Originalschauplätzen bietet eine Biographie des historischen
Buddha. |
Köln |
| 09. Januar 2003 |
Dr. Jeong-hee
Lee-Kalisch
(Hürth) |
Synästhesie
in der chinesischen Landschaftsmalerei |
Wie haben
traditionelle
chinesische Maler z. B. den Wind, den Mond, den Schnee oder die
Wasserfälle
dargestellt, damit der Betrachter die Kälte des Windes, den Glanz
des Mondes, die Reinheit des Schnees oder das Tosen des Wasserfalls
wahrnehmen
kann? Sie verzichteten auf die Wiedergabe zahlreicher Einzelheiten und
schilderten nur die zur Identifizierung unbedingt notwendigen Elemente.
Durch die visuelle Wahrnehmung dieser Bildelemente soll beim Betrachter
die synästhetische Darstellungserweiterung einsetzen. Der Vortrag
wird anhand der stimmungsvollen Landschaftsmalereien veranschaulichen,
welche synästhetischen Mittel chinesische Maler in ihrem
künstlerischen
Konzept angewandt haben, das im Laufe der Zeit mehr oder weniger
präzise
im Maltraktat formuliert und schematisch tradiert wurde.
Frau Jeong-hee
Lee-Kalisch
ist promovierte Kunsthistorikerin. Nach ihrer Tätigkeit an der
Universität
Köln und im Museum für Ostasiatische Kunst der Stadt
Köln
war sie Kuratorin der erfolgreichen Ausstellungen in der Villa
Hügel
in Essen wie „Das Alte China" (1994-1995) und „Die Alten
Königreiche
Koreas" (1999-2000), die europaweit eine großen Resonanz fanden.
Seit 2001 lehrt sie ostasiatische Kunstgeschichte an der Freien
Universität
Berlin. |
Köln |
| 12. Dezember 2002 |
Prof. Dr. Thomas
Scharping
(Köln) |
Geburtenplanung
in China:
Wirtschaftliche und soziale Aspekte |
Der Vortrag wird
die Hintergründe
und Durchführungsprobleme der chinesischen Ein-Kind-Politik
beleuchten
und die Ergebnisse der letzten chinesischen Volkszählung vom
November
2000 vorstellen.
Thomas Scharping ist
Professor
für Neuere Geschichte Chinas mit den Schwerpunkten Politik,
Wirtschaft
und Gesellschaft. Zu seinen engeren Forschungsgebieten gehören
Bevölkerungspolitik
und demographische Entwicklung Chinas, zu denen er zahlreiche Arbeiten
in Deutschland und den USA veröffentlicht hat, darunter: Chinas
Ein-Kind-Kampagne
1978-1994, in: Geburtenplanung in China, Hamburg 1995; sowie Birth
Control in China 1949-2000, Population Policy and Demographic
Development,
Armonk/Honolulu 2001. |
Köln |
| 21. November 2002 |
Prof. Dr. iur.
Robert Heuser
(Köln) |
Der Weg des „chinesischen
Rechtsstaats“: In neuen Schuhen auf alten Pfaden? |
Ein
fundamentales Anliegen
des chinesischen Gemeinwesens ist die Herausbildung von Institutionen
der
Machtkontrolle. Als zentrales Mittel gilt die „Errichtung eines
sozialistischen
Rechtsstaats“. Damit wird ein Konzept aufgegriffen, das seit über
200 Jahren im Zentrum der europäischen Verfassungsgeschichte
steht.
Vor dem Hintergrund des Wesens des europäischen
Rechtsstaats soll im
Vortrag
aufgewiesen werden, wie „Rechtsstaat“ heute in China gedacht wird,
welche
neuen Institutionen in Umsetzung dieses Konzepts entstanden sind oder
sich
in der Entstehung befinden, und ob das sozio-politische und
wertspezifische
Umfeld sich für diese Neubildungen als tragfähig erweisen
kann.
Nach Tätigkeit
als
Ostasienreferent am Heidelberger Max-Planck-Institut für
vergleichendes
öffentliches Recht und Völkerrecht und als DAAD-Lektor
für
deutsches Recht an Universitäten in Osaka, Kobe und Taibei lehrt
Robert
Heuser seit 1992 Chinesische Rechtskultur an der Universität
Köln.
Zu früheren Buchpublikationen gehören Das Rechtskapitel im
Jinshu.
Ein Beitrag zur Kenntnis des Rechts im frühen chinesischen
Kaiserreich,
München 1987, und Miyazawa Toshiyoshi, Verfassungsrecht, Köln
1986. Zuletzt sind erschienen: Einführung in die chinesische
Rechtskultur,
Hamburg 1999 (2. Auflage 2002), und Umweltschutzrecht der VR China,
Hamburg
2001. |
Köln |
| 01.11.2002 |
|
|
Anlässlich
des Jubiläums
der Deutschen Asia Pazific Gesellschaft, die am 07. und 08. November
ihre
10. China-Tage durchführt,
laden DCG und DAPG
am Vorabend
zu einer gemeinsamen Veranstaltung im Museum für Ostasiatische
Kunst
ein.
Prof. Dr. Gregor Paul
wird dabei einen
Vortrag
mit dem Titel
Traditionelle
Kultur,
nationales Wirtschaftssystem und internationales Geschäft –
Anmerkungen zum
deutsch-chinesischen
Mit- und Gegeneinander
halten. |
Köln |
| 17.10.2002 |
Generalkonsul
a.D. Dr. Wolfgang
Runge
(Königswinter) |
Kooperation im
Wandel: 30
Jahre diplomatische Beziehungen zwischen der Bundesrepublik Deutschland
und der Volksrepublik China |
Was waren die
Schwerpunkte
der Beziehungen zwischen beiden Staaten? Wie verliefen die
unterschiedlichen
Phasen im Verhältnis beider Staaten, von der Aufnahme
diplomatischer
Beziehungen im Oktober 1972 bis zur Gegenwart? Welche Bedeutung kam den
wechselnden Konstellationen der internationalen Politik und den innen-
und wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen in der VR China zu? Wie
stellt
sich heute das Spannungsfeld übereinstimmender Interessen und
abweichender
Grundüberzeugungen dar?
Wolfgang Runge ist
promovierter
Historiker (für Neuere Geschichte). 1965 tat er in den
Auswärtigen
Dienst ein. Sein Haupttätigkeitsfeld lag im Bereich der
Außenwirtshaftspolitik.
Aus dieser Pespektive haben ihn die deutsch-chinesischen Beziehungen
wiederholt
beschäftigt, zuletzt als Generalkonsul in Guangzhou (Kanton). |
Köln |
| 05.06.2002 |
Prof. Dr. Peter Weber-Schäfer
(Bochum) |
„Esoterik“
und Wissenschaft
– Interpretationen Ostasiens |
Peter
Weber-Schäfer
ist Professor für Politik Ostasiens an der Ruhr-Universität
Bochum.
Der Schwerpunkt seiner Forschungstätigkeit liegt seit
längerem
auf dem Gebiet der politischen Philosophie und Ideengeschichte unter
kulturvergleichendem
Aspekt.
Die europäische
Beschäftigung
mit fernöstlichem Denken war von ihren Anfängen an von zwei
unterschiedlichen
Fragestellungen beherrscht: Der wissenschaftlichen Beschäftigung
mit
dem, was die Kulturen Ostasiens von der unseren unterscheidet, steht
immer
wieder eine „esoterische“ Beschäftigung mit dem Fernen Osten
gegenüber,
die in einer angeblich tiefen und geheimnisvollen Weisheit des Ostens
die
Rettung vor dem Unbehagen am „Rationalismus“ modernen westlichen
Denkens
sucht. Nur allzu oft verschwindet bei dieser Suche das reale Ostasien
hinter
einer Nebelwand mystischer Projektionen. |
Köln |
| 15.05.2002 |
Michael Henss
(Zürich) |
Marco Polo
und
China
(Diavortrag) |
Michael Henss
leitet in
Zürich die Fachbuchhandlung „Asiatica“. Er hat zahlreiche Studien
zur Geschichte tibetischer Kunst und Kultur veröffentlicht und ist
Gründungsmitglied des „International Committee for Marco Polo
Studies“.
Marco Polo (1254 bis
1324)
stand am Anfang europäischer Entdeckungsreisen nach Fernost. In
Peking
war Khubilai Khan, im 13. Jahrhundert Herrscher des mongolischen
Imperiums
und Kaiser von China, sein Gastgeber. Der Schwerpunkt des Vortrags
liegt
auf China und Zentralasien. Henss zeigt neuere Bilder zu den Orten von
Marco Polos Reise und ältere Dokumente und geht auf den aktuellen
Stand der Forschung sowie aktuelle Diskussionen ein, wie z.B. auf dem
Marco
Polo-Kongress in Tianjin 2000. |
Köln |
| 10. April 2002 |
Referent: Dr.
Hermann-Josef
Röllicke
(Düsseldorf) |
Thema: Der Buddha
der Zeit - eine zentrale Gestalt des
Mahâyâna-Buddhismus |
Mit Dias von
Malereien aus
Dunhuang, dem Ort der buddhistischen Höhlen im Nordwesten Chinas.
Hermann-Josef
Röllicke
ist promovierter Sinologe und Philosoph. Schwerpunkte seiner Forschung
und seiner Publikationen sind die vorbuddhistische und die
buddhistische
chinesische Philosophie und Dichtung. Darüber hinaus
beschäftigt
er sich mit Fragen der Kunst, der Geschichte und der Religion in China.
Er ist zur Zeit Wissenschaftlicher Mitarbeiter am EKO-Haus der
Japanischen
Kultur, Düsseldorf.
Maitreya, der
„Freundliche“,
ist im Mahâyâna-Buddhismus der „zukünftige“ Buddha. Im
Lotos-sûtra und im Sûtra der Auflösung des tiefen
Geheimnisses
fragt er den gegenwärtigen Buddha nach dem Zeitsinn der Meditation
und des Erwachens. Hat der Buddha ein Alter? Erlischt in der Versenkung
und im Erwachen die Zeit? Wenn Meditation „Innehalten“ und „Betrachten“
bedeutet, was ist darin „Zeit“? |
Köln |
| 06. März
2002 |
Referent: Dr.
Norbert Deuchert
(Ulm) |
Thema: Neuer
Fund in China
– Die frühbuddhistischen Skulpturen von Qingzhou. Mit Dias |
Norbert Deuchert
ist promovierter
Historiker, Mitbegründer und Leiter des Museums Villa Rot bei Ulm,
dessen Schwerpunkt Asien ist. Langjährige Beschäftigung mit
der
Kunst Tibets und Ostasiens, kulturhistorische Forschungsaufträge
und
Publikationen.
Mehr als 400
frühbuddhistische
Skulpturen wurden 1996 in Qingzhou/Provinz Shandong entdeckt. Wegen
ihrer
künstlerischen Qualität und historischen Bedeutung gelten sie
als einer der wichtigsten Funde Chinas in den letzten Jahren. Der
Referent,
der den Fundort 2000 besuchte, stellt die Meisterwerke anhand von Dias
vor und versucht eine religions- und kunstgeschichtliche Einordnung mit
Bezügen zum Kulturtransfer entlang der Seidenstraße.
Der Vortrag
fällt in
die Zeit einer Ausstellung des Rietberg–Museums in Zürich, die 33
Skulpturen zeigt (vgl. Veranstaltungshinweise S. 87). |
Köln |
| 06. Februar 2002 |
Podiumsdiskussion
Prof. Dr. Gregor
Paul /
Dr. Bernhard J. Trautner
Prof. Dr. Rolf
Trauzettel
/ Prof. Dr. Helmolt Vittinghoff
Oberst a.D. Reinhart
Dietrich |
|
R e l i g i o
n
u n d G e w a l t
Gregor Paul ist
Professor
für Philosophie (Universität Karlsruhe). Bernhard J. Trautner
ist Politik- und Islamwissenschaftler (Universität Bremen). Rolf
Trauzettel
ist Professor für Sinologie (Universität Bonn). Helmolt
Vittinghoff
ist Professor für Sinologie (Universität Köln). Reinhart
Dietrich war Militärattaché an der Deutschen Botschaft in
Peking.
Gegenstand der
Diskussion
ist die Frage, ob religiös motivierte Gewalt stets Missbrauch an
sich
guter religiöser Lehren ist, oder ob sie auch durch die Lehren
selbst
begünstigt werden, ja gefordert sein kann. Das Hauptinteresse soll
Inhalt und Geschichte der Religionen in chinesischen Kulturen gelten,
doch
die Diskussion wird auch indische, islamische und christliche
Religionen
einbeziehen.
|
Köln |
| 09. Januar 2002 |
Referentin: Ute Griesser
(Köln) |
Thema: Thankas
– Rollbilder
des tibetischen Buddhismus. Kulturelle Bedeutung und
Möglichkeiten
der Konservierung. Mit Dias |
Ute Griesser ist
Diplom–Restauratorin.
Sitz ihres Restaurierungsateliers ist Köln. Zu ihren
Hauptaufgabengebieten
der Konservierung und Restaurierung zählen Gemälde, gefasste
Holzskulpturen und Werke der modernen und zeitgenössischen Kunst.
Im Bereich der Ausstellungsbetreuung war die Referentin von 1995 bis
2000
an der Kunst- und Ausstellungshalle in Bonn tätig. Seit über
sechs Jahren befasst sie sich mit der Konservierung von
Thanka–Gemälden.
Anhand von
Bildbeispielen
wird deutlich werden, dass die mit dem kulturellen Gebrauch von Thankas
verbundenen Schäden auch spezielle Konservierungsverfahren
erfordern. |
Köln |
| 12. Dezember 2001 |
Referent:
Professor Dr.
Helmolt
Vittinghoff (Köln) |
Thema: Fengshui
– "Wellness"
aus dem chinesischen Schatzhaus? |
Helmolt
Vittinghoff ist
Professor für Sinologie am Ostasiatischen Seminar der
Universität
zu Köln. Sein Hauptaugenmerk in Lehre und Forschung gilt der
traditionellen
Geistesgeschichte Chinas und ihrer Rezeption im gegenwärtigen
chinesischen
Kulturraum, der auch seine neueste Publikation "Recent Bibliography in
Classical Chinese Philosophy" gewidmet ist. Sie erscheint als erster
Teil
einer auf vier Bände konzipierten Folge im Fachorgan Journal
of
Chinese Philosophy
(Malden, USA) als Doppelband 1/2 des Jahrgangs 2001.
Der Vortrag stellt
chinesisches
Fengshui und dessen merkantil geprägte Aufnahme im Westen dar.
Fengshui
lehrt, sich beim Wohnen und allgemeinen menschlichen Handeln an
"Naturkräften"
zu orientieren. |
Köln |
| 14. November 2001 |
Referentin: PD
Dr. med.
Gisela
Hildenbrand (Bonn) |
Thema: Qigong
Yangsheng
– Übungen zur Pflege des Lebens |
Gisela
Hildenbrand beschäftigt
sich seit 1984 mit chinesischer Heilkunde und insbesondere mit Qigong,
das sie dann auch als Qigong Yangsheng von 1986–1997 bei Professor Jiao
Guorui studierte. 1991 war sie Mitbegründerin der "Medizinischen
Gesellschaft
für Qigong Yangsheng" in Bonn. Seitdem ist sie auch 1. Vorsitzende
der Gesellschaft. Sie ist Herausgeberin von Jiao Guoruis Lehrbuchreihe
Qigong
Yangsheng und Mitherausgeberin der Zeitschrift für Qigong
Yangsheng.
Qigong, ein junger
Begriff
für eine vielfältige Tradition der Selbstkultivierung,
rückt
zunehmend in das Interesse westlicher Medizin. Der Vortrag behandelt
Herkunft,
Stationen der geschichtlichen Entwicklung, Inhalte, Prinzipien und
Ziele
von Qigong–Übungen sowie deren Rezeption und Anwendungsgebiete im
Westen. |
Köln |
| 10. Oktober 2001 |
Referent:
Professor Dr.
Rolf
Trauzettel (Bonn) |
Thema: Chinesische
Mythologie
und Geistesgeschichte |
Professor
Trauzettel, einer
der renommiertesten deutschen Sinologen, ist auch einem weiteren
Publikum
bekannt. Seine gemeinsam mit Herbert Franke verfasste Darstellung Das
Chinesische Kaiserreich (Frankfurt a.M. 1968) gehört nach wie
vor zu den vielkonsultierten Standardwerken deutschsprachiger
sinologischer
Literatur. Seit einiger Zeit gilt Rolf Trauzettels Interesse vor allem
Fragen der chinesischen Geistesgeschichte und Philosophie. Gemeinsam
mit
Silke Krieger gab er 1990 (bei Hase & Koehler in Mainz) den Band Konfuzianismus
und die Modernisierung Chinas heraus. Zu seinen neuesten
Veröffentlichungen
zählt die Studie "West–Östliches. Exempel zum Problem
chinesisch–abendländischer
Komparatistik", die in den minima sinica (2/2000, S. 1-37)
erschien.
Der Vortrag wird
sich unter
anderem auch mit der Frage nach dem Stellenwert von Mythos und Ritual
auseinandersetzen. |
Köln |
| 23. September
2001 |
Vortrag in Wuppertal |
Ort:
Fuhlrott–Museum, Raum
M 212, Auer Schulstraße 20, 42103 Wuppertal, Tel.: 0202–563-2618.
Zeit: 11 Uhr 30.` |
Referent:
Professor Dr.
Gregor
Paul (Karlsruhe)
Thema: Konfuzianismus
und klassische chinesische Philosophie
Gregor Paul setzt
sich seit
vielen Jahren mit der chinesischen Philosophie auseinander. Seine
letzte
einschlägige Veröffentlichung ist Konfuzius
(Freiburg:
Herder 2001).
|
Köln |
|
|
Sommertreffen |
Auf der Terrasse
des Cafés
Hirsch im Museum für Ostasiatische Kunst in Köln
(Universitätsstraße
100) findet am Samstag, 25. August 2001, um 15 Uhr ein Treffen von
Mitgliedern
und Freunden der DCG statt. Dieses Treffen soll das persönliche
Kennenlernen
von langjährigen und neueren Mitgliedern fördern.
Initiator: Dr.
Ulrich Irion,
Tel. 0221–522011. Keine Anmeldung erforderlich.
|
Köln |
| 13. Juni 2001 |
Referent: Thilo
Diefenbach
(Köln) |
Thema: Falun
Gong - Herkunft
und Hintergründe einer chinesischen Massenbewegung |
Thilo Diefenbach
ist Sinologe
und Doktorand bei Prof. Dr. Lutz Bieg, Universität Köln.
Mo-derne
Literatur und Neuere Geschichte Chinas sind seine Arbeitsschwerpunkte.
Diefenbachs Vortrag
will
eine plakative Bewertung der Falun Gong-Bewegung ebenso vermeiden wie
eine
pauschale Rechtfertigung oder Verdammung der offiziellen chinesischen
Reaktionen.
Zielpunkte des Vortrags sind die Objektivität einer vielseitigen
Darstellung
und ein kulturhistorisch vergleichender Blick auf das Phänomen. |
Köln |
| 11. April 2001 |
Referent: Shi
Ming (Köln) |
Thema: Massen
und Massenkultur
in China |
Shi Ming war in
China als
Journalist und Beauftragter für Rechtsfragen einer
Außenhandelsfirma
tätig. Er ist Mitgliedern und Freunden der DCG durch einen Vortrag
und als Beiträger unseres Symposiums 1999 bekannt. Er arbeitet als
Journalist und Autor für ARD, Deutsche Welle, Deutschland-Radio,
FAZ
und Süddeutsche Zeitung.
Der Vortrag
behandelt die
Entwicklung von der uneingeschränkten Herrschaft der KPCh, die
sich
als Partei der Volksmassen versteht, zur zunehmend westlich
geprägten
Gegenwart, in der McDonald's, MTV und Kung Fu-Romane die Gemüter
der
Massen bewegen. |
Köln |
| 16. Mai 2001 |
Diskussion:
Prof. Dr. Gregor
Paul (Karlsruhe), Prof. Dr. Heiner Roetz (Bochum), Prof. Dr. Helmolt
Vittinghoff
(Köln), Prof. Dr. Peter Weber-Schäfer (Bochum),
Moderation: Dr.
Alexander
Bell |
Thema:
Philosophie im traditionellen
China |
Diskussion:
Prof. Dr. Gregor
Paul ist Professor für Philosophie an der Universität
Karlsruhe,
Prof. Dr. Heiner Roetz ist Professor für Sinologie an der
Universität
Bochum, Prof. Dr. Helmolt Vittinghoff ist Professor für Sinologie
an der Universität Köln, Prof. Dr. Peter Weber-Schäfer
ist
Professor für Politikwissenschaft an der Universität Bochum.
Gegenstand der
Diskussion
ist die Frage, ob sich "chinesisches Denken" fundamental von
"westlicher
Philosophie" unterscheidet. |
Köln |
| 14. März
2001 |
Referent:
Botschafter a.
D. Dr. Konrad Seitz (Wachtberg) |
Thema: Ein
chinesisches
21. Jahrhundert? |
Konrad Seitz war
Leiter
des Planungsstabes im Auswärtigen Amt und Botschafter in Indien,
Italien
und – 1995 bis 1999 – in China. Buch-ver-öffentlichungen zur
japanisch-amerikani-schen
Herausforderung und zum weltwirt-schaftlichen Wettlauf ins 21.
Jahrhundert.
Er ist vielen Mitgliedern und Freunden der DCG bekannt.
China. Eine
Weltmacht kehrt
zurück (Berlin 2000) ist Konrad Seitz' neues Buch, in dem
Größe
und Niedergang Chinas in der Vergan-genheit und sein rasanter
gegenwärtiger
Aufstieg analysiert werden. Konrad Seitz vertritt die These, daß
die Globalisierung mit einem chine-sischen Jahrhundert enden wird. |
Köln |
| 14. Februar 2001 |
Referent:
Botschafter a.
D. Dr. Hannspeter Hellbeck (Wachtberg) |
Thema: Chinas
Außenpolitik
vor neuen Herausforderungen |
Hannspeter
Hellbeck war
Stellvertretender Generalkonsul in Hongkong, Leiter des Refe-rates
Ostasien
im Auswärtigen Amt und – von 1987 bis 1992 – Botschafter in
Peking.
Zahlrei-che Veröffentlichungen zu Fragen Asiens und insbesondere
Chinas.
Er ist vielen Mitgliedern und Freunden der DCG bekannt.
Chinas
Außenpolitik
orientiert sich seit einem Jahrzehnt neu: Das Land steht der einzigen
verbliebenen
Supermacht USA allein gegenüber, sieht sich mit wirtschaftlichen
Herausforderun-gen
und mit Tauwetter in Korea konfrontiert. Taiwan bleibt eine für
China
ungelöste Frage. Was bedeutet das für Europa? |
Köln |
| 17. Januar 2001 |
Referent: Prof.
Dr. Wolfgang
Kubin (Bonn) |
Thema: „Das neue
Lied von
der alten Verzweiflung“ |
Wolfgang Kubin
liest aus
seinem ersten Gedichtband, aus Essays und aus China-bezogenen Zyklen.
Er ist Professor
für
Sinologie an der Universität Bonn, Essayist und Lyriker. Neben
zahlreichen
wissenschaftlichen Veröffentlichungen stehen Übersetzungen
aus
dem Chinesischen, u. a. von Werken Yang Lians, mit dem Kubin 1999 einen
Abend der DCG gestaltete. |
Köln |
| 13. Dezember 2000 |
Referent: Prof.
Dr. Heiner
Roetz (Bochum) |
Thema: Gibt es
eine chinesische
Philosophie? |
Der Vortrag wird
sich kritisch
mit dem relativistischen Standpunkt auseinandersetzen, Philosophie sei
eine ausschließliche europäische Errungenschaft.
Das Interesse des
Sinologen
Heiner Roetz gilt vor allem der Philosophie und da insbesondere der
Ethik
der vor-Han-Zeit, mit der er sich auch aus methodologischer und
metaethischer
Sicht auseinandersetzt. Zu seinen wichtigsten Veröffentlichungen
zählen
Die chinesische Ethik der Achsensenzeit (Frankfurt a.M. 1992) und die
bei
Beck erschienene Biographie Konfuzius. |
Köln |
| 22. November 2000 |
Referent: Prof.
Dr. Karl-Heinz
Pohl (Trier) |
Thema:
Traditionelle chinesische
Kultur und Globalisierung |
gemeinsam mit
der Deutschen
Asia Pacific Gesellschaft, Schirmherr: OB Fritz Schramma
18 Uhr Moderation
und Begrüßung:
Prof. Dr. Gregor Paul (Karlsruhe), Begrüßung durch die DAPG:
Uwe Holl, Grußwort des Bürgermeisters Manfred Wolf
19 Uhr Vortrag.
Professor
Pohl, Sinologe an der Universität Trier, ist durch zahlreiche
Veröffentlichungen
bekannt geworden. Zu seinen wichtigen Büchern zählen die bei
Herder erschienenen Bände Li Zehou: Der Pfad des Schönen und
China für Anfänger.
Anschließend
Empfang
der Stadt Köln. |
Köln |
| 18. Oktober 2000 |
Referent: Dr.
Wolf Donner
(Köln) |
Thema: Der
Kailash |
Wolf Donner ist
Chefredakteur
der Zeitschrift Nepal Information, Autor von zehn
länderkundli-chen
Büchern und war Jahre lang Vorsitzender der Deutsch-Nepalischen
Gesellschaft.
Er ist Mitgliedern und Freunden der DCG durch frühere
Vorträge
über Mustang (Nepal) und die Mongolei bekannt.
Der 6714 Meter hohe
Berg
Kailash im Transhimalaya (Tibet) wird von den Anhängern der vier
großen
asiatischen Religionen - Hindus, Jainas, Buddhisten und der
vor-buddhistischen
Bön-Po-Religion - als heilig angesehen, als Sitz der Götter,
Verbindungspunkt zwischen Him-mel und Erde, als ein Ort, durch den die
Achse des Universums verläuft. Dr. Donner hat vor einiger Zeit den
Kailash besucht, hat ihn in einer Höhe von bis zu 5700 Metern
(Drölma
La) umrundet und berichtet von einer Gelände-fahrt über 3000
Meter zwischen Lhasa im Osten und dem alten tibetischen Königreich
Gugé im Westen.
Wie es der Zufall
will,
findet sich in der Rubrik „Reiseeindrücke“ ein Bericht Dr.
Alexander
Bells, der vor kurzem ebenfalls den Kailash besuchte. |
Köln |
| 20. September
2000 |
Referent:
Michael Henss
(Zürich) |
Thema: Zu Gast
beim Kaiser
von China. Die Jesui-tenmissionen im fernen Osten: Kulturbegnung statt
Kulturkonflikt |
Michael Henss
leitet in
Zürich die Fachbuch-handlung "Asiatica". Er befasst sich seit
Jahren
mit Themen und Fragen, die für die DCG von Interesse sind und hat
denn auch mehrfach entsprechende Referate gehalten, die auf große
Resonanz stießen. Zu den engeren Arbeitsgebieten von Michael
Henss
zählt die Geschichte tibetischer Kunst und Kultur, zu der er
zahlreiche
Studien veröffentlicht hat.
Sein Vortrag
fügt
sich in die Themenreihe „Jesuiten in China“, zu der auch die Lesung von
Uli Franz und die Vorstellung einschlägiger
Monumenta-Serica-Veröffentlichungen
in der Rubrik „Rezensionen und Lektüretips“ gehören. |
Köln |
| 14. Juni 2000 |
Uli Franz |
Thema: Im
Schatten des Himmels
(Lesung) - Johann Adam Schall von Bell - Jesuit und Mandarin
Veranstalter: DCG
und Lengfeld´sche
Buchhandlung |
Uli Franz war
Lektor und
Korrespondent in Peking. Er lebt als Schriftsteller in Köln und in
der Schweiz. Uli Franz veröffentlichte mehrere Sachbücher zu
China, darunter eine Biographie Deng Xiaopings, die in sieben Sprachen
erschienen ist.
Sein kürzlich
erschienener
historischer Roman "Im Schatten des Himmels" schildert die einzigartige
Karriere des Kölner Jesuiten und Astronomen Adam Schall von Bell
(1592
- 1666) am chinesischen Kaiserhof. |
Köln |
| 17. Mai 2000 |
Oberst a.D.
Reinhart Dietrich |
Thema: China im
Umbruch
und die Rolle der Armee - Beobachtungen und Erfahrungen. |
Reinhart
Dietrich wurde
1938 in China, in Pato in der Provinz Yünnan als Sohn eines
Missionars
geboren. Sein Abitur machte er jedoch 1957 in Deutschland.
Nach einer Laufbahn
als
Artillerieoffizier, im Bundesministerium für Verteidigung und in
der
Nato war Reinhart Dietrich 1982-1987 als Verteidigungsattaché an
der Deutschen Botschaft in Peking tätig. 1987 kehrte er in das BMV
zurück, um dann 1989 aus der Bundeswehr auszuscheiden.
Gegenwärtig
arbeitet
er vor allem als Wirtschaftsberater, eine Aufgabe, die ihn auch
wie-derholt
nach China führt. |
Köln |
| 12. April 2000 |
Prof. Dr. Roger
Goepper |
Thema: Die
chinesische Schrift
als ästhetisches Prinzip chinesischer Kultur. Mit Dias. |
Professor
Goepper war jahrelang
Leiter des Museums für Ostasiatische Kunst in Köln. Von ihm
liegen
zahlreiche Veröffentlichungen vor. |
Köln |
| 15. März
2000 |
Referent: Prof.
Dr. Wilhelm
Matzat |
Thema: Qingdao
(Tsingtau)
- eine deutsche Stadtgründung in China. Ihre Entwicklung von 1898
bis 1998. Mit Dias. |
Wilhelm Matzat
wurde 1930
in Qingdao gebo-ren und lebte dort bis 1946. Seit 1981 ist er
erneut
sieben Mal in Qingdao gewesen. Und seit seiner Pensionierung
beschäftigt
er sich speziell mit der Geschichte Qingdaos.
Als China 1842
„geöffnet“
wurde, durften sich Ausländer zunächst nur in den sogenannten
Vertragshäfen niederlassen, wo sich die ihnen zugewiesenen
Bebauungsareale
(Konzessionen oder Niederlassungen oder settlements) am Ran-de schon
existierender
chinesischer Städte befanden. Nur in vier Fällen haben die
Europä-er
in China eine neue Stadt „auf der grünen Wiese“ gegründet,
d.h.
ohne räumlichen Bezug zu einer existierenden chinesischen Stadt:
die
Bri-ten erbauten Victoria (auf der Insel Hong-kong), die Deutschen
Qingdao
und die Russen Dalny und Harbin. Die drei letztgenannten Städte
entstanden
in ein und demselben Jahr, und zwar 1898. |
Köln |
| 16. Februar 2000 |
Referent: Prof.
Dr. Gregor
Paul |
Thema: Was
heißt schon
„konfuzianisch“? Sinn und Sinnlosigkeit, Information und Desinformation
im Umgang mit Worthülse und Begriff` |
Als Leiter der
DCG ist Gregor
Paul vielen Mit-gliedern und Freunden der Gesellschaft bekannt. Zu
seinen
China-bezogenen Buch-Veröffentlichungen gehören: Asien und
Europa
- Philosophien im Vergleich, Frankfurt a. M. 1984. Die Aktualität
der klassischen chinesischen Philosophie, München 1987. Aspects of
Confucianism, Frankfurt a. M., New York 1990. Die Menschenrechtsfrage:
Diskussion über China - Dialog mit China (Hg.), Göttingen
1998,
sowie: Traditionelle chinesische Kultur und Menschenrechtsfrage
(Mithg.),
2. Aufl. Baden-Baden 1999. „Konfuzianisches“ thematisiert auch sein
Buch
Philosophie in Japan, München 1993.
Die Art und Weise,
wie die
Wörter „Konfuzius“, „konfuzianisch“ und „Konfuzianismus“ in den
deutschsprachigen
Medien verwendet werden, trägt eher zur Desinformation, ja zur
Indoktrination
bei als zu sachgerechter Information. Der Vortrag soll wenigstens
einige
der gröbsten Irrtümer, Vorurteile und Klischees klären,
die für diese Situation kennzeichnend sind. |
Köln |
| 19. Januar 2000 |
Referent: Shi
Ming |
Thema: Bildung
und Zeitgeist
in China |
Nach einem
Germanistik-
und Jura-Studium in Peking arbeitete Shi Ming in seinem Land als
Journalist
und als Beauftragter für Rechtsfragen einer
Außenhandelsfirma.
Zur Zeit ist er als freier Journalist und Autor für die ARD, die
Deutsche
Welle, das Deutschlandradio Köln und Berlin, die FAZ und die
Süddeutsche
Zeitung tätig. |
Köln |
| 15. Dezember
1999, 19 Uhr |
Dr. Robert Haas |
Thema: Der
chinesische Grab-
und Totenkult. Essenz einer Kultur. Mit Dias. |
Robert Haas
lebte und arbeitete
zusammen mit seiner chinesischen Ehefrau von 1990-1996 in Asien. In
dieser
Zeit hat er auch eine Reihe von Arbeiten zur politischen und
religiösen
Kultur veröffentlicht. Nach seiner Rückkehr kam es zu
mehreren
Ausstellungen mit Fotos, die er auf chinesischen Friedhöfen
Südostasiens
gemacht hatte. – Zur Zeit ist Haas als Referatsleiter im Stab von Hans
Koschnick tätig, dem Bosnien-beauftragten der Bundesregierung.
Wenn irgend
etwas
Chinas Ruf als Land der Kontinuität stützt, dann ist es sein
seit Urzeiten praktizierter Grab-, Toten- und Ahnenkult. Robert Haas,
der
z.Zt. an einer Arbeit zu diesem Thema schreibt, sieht ihn als die
Grundlage
der Kultur und der Identität Chinas an. Im Vortrag wird er einen
Überblick
über die damit verbundenen religiösen Aspekte, verschiedene
Elemente
und Hintergründe des in seinen Einzelheiten höchst
faszinierenden
Rituals sowie über die Situation im heutigen China geben. Der
Vortrag
wird durch einige Dias unterstützt. |
Köln |
| 17. November 1999 |
Prof. Dr.
Helmolt Vittinghoff |
Thema: Original
und Fälschung
in der chinesischen Geistesgeschichte |
Helmolt
Vittinghoff ist
Professor für Sinologie. Gegenwärtig vertritt er einen
Lehrstuhl
an der Universität Köln und arbeitet an einer fremdsprachigen
(nicht-chinesischsprachigen) Bibliographie chinesischer Philosophie.
Langjaehrige
Chinaerfahrung durch mehr als 30 Reiseleitungen. Geschaeftsfuehrer des
Asia Network Information Center (Muenchen).
Zum Inhalt: Im
abendländischen
Kulturraum gilt das Original eines Werkes als Zeugnis einer
unnachahmlichen
Schaffenskraft, als Beweis von Kreativitaet und Einzigartigkeit, kurzum
als vortrefflicher und unwiederholbarer Schoepfungsakt, weshalb ihm ein
geradezu heiliger Wert beigemessen wird. Kopien oder gar Faelschungen,
moegen sie auch vom Original nicht oder nur kaum zu unterscheiden sein,
werden als minderwertig, frevelhaft oder leblos verworfen, da die
taeuschen
und betruegen, zumindest jedoch verhoehnen und in die Irre fuehren
wollen,
zum wiegearteten Vorteil des Faelschers und Kopierers auch immer. Nur
das
Original zaehlt und zaehlte, was sich in ihren zuweilen exorbitanten
Preisen
niederschlaegt.
Im chinesisch
beeinflussten
Ostasien ist meisterhaftes Faelschen und Kopieren seit altersher weit
verbreitet.
Erst in den letzten Jahren versucht man im chinesischen Kulturraum, auf
Betreiben der westlichen Herstellungslaender der Originalwerke, ueber
gesetzliche
Regelungen dem Faelschen und Kopieren Einhalt zu gebieten, doch ein
tieferes
Unrechtsbewusstsein konnte noch nicht geschaffen werden.
Liegen die Ursachen
fuer
das fehlende Unrechtsbewusstsein etwa in der ominoesen chinesischen
Mentalitaet?
Auf diese und andere Fragen sucht Prof. Vittinghoff in seinem Vortrag
Antworten.
Er möchte auch die Fragwuerdigkeit des abendländischen
Originalitätsverhaftetseins
aufzeigen. |
Köln |
|
|
|
Symposium zum
50jährigen
Bestehen der VR China
Die Geschichte
der Volksrepublik
China als Resultat und Reflex von Tradition und Neuerung
Prof. Dr.
Gregor Paul
(Universität Karlsruhe):
Zum Konzept des
Symposiums:
Die Geschichte der Volksrepublik China als Resultat und Reflex von
Tradition
und Neuerung
Prof. Dr.
Wolfgang
Kubin (Universität Bonn):
Die Rezeption des
"Traums
der Roten Kammer" in der Volksrepublik China
PD Dr.
Hans-Georg Moeller
(Universität Bonn):
Die Rezeption des
Konfuzianismus
in der Volksrepublik China
Prof. Dr.
Jürgen Domes
(Universität des Saarlands):
Tradition und
Traditionsbruch
in der Volksrepublik China
Dr. Rüdiger
Machetzki
(Asieninstitut Hamburg):
Sozial- und
Wirtschaftsgeschichte
der Volksrepublik China
Botschafter a.D.
Dr. Hannspeter
Hellbeck,
Botschafter a.D. Dr.
Konrad
Seitz, weitere Teilnehmer
Diskussion
Donnerstag, 30.
September
1999, 9.30 - 17 Uhr
Kölner Bank von
1867,
Hohenzollernring 31-35, Köln
Eintritt frei.
Gefördert
vom Auswärtigen Amt, der Kölner Bank von 1867 und der Henkel
KgaA Düsseldorf.
|
Köln |
| 16. Juni 1999 |
Marion Schneider |
Thema: Ein Jahr
im Kungfu-Kloster
Shaolin. Der elfjährige David allein in China. Mit Dias. |
Marion Schneider
war unter
anderem als Gymnasiallehrerin, in der Erwachsenenbildung und als
Journalistin
tätig. Sie leitete eine Sprachschule, einen
Großkunden-Betrieb
und baute die China-Abteilung einer großen
Weiterbildungsgesellschaft
auf. Mittlerweile selbständig, berät sie Firmen in Fragen der
Kooperation mit China. Auf dem Kultur-Sektor arbeitet sie als
Asien-Spezialistin,
hält Vorträge, führt Seminare durch und schreibt
einschlägige
Artikel. |
Köln |
| 12. Mai 1999 |
Yang Lian liest
aus seinen
Gedichten |
Übersetzung
und Moderation:
Professor Dr. Wolfgang Kubin. |
Yang Lian wurde
1955 geboren
und wuchs in Beijing auf. Gegen Ende der „Kulturrevolution“ wurde er
zur
„Umerziehung“ aufs Land verschickt. Dann arbeitete er für den
Rundfunk.
Seit 1989 lebt Yang im Exil. 1994/95 war er Stipendiat der Akademie
Schloß
Solitude in Stuttgart und Berlin. Unter dem Titel „Heimkehr in die
Fremde“
veröffentlichte er in der Zeitschrift „KulturAustausch“ 4/1998
eine
Reflexion seines Beijing-Besuchs im Oktober 1998.
Yang Lian hat
mehrere „Bestseller“
geschrieben, die in zahlreiche westliche Sprachen übersetzt
wurden.
In deutscher Übertragung liegen vor: Pilgerfahrt (Innsbruck:
Hand-Presse
1987),
Masken und Krokodile, Gedichte (Berlin: Aufbau Verlag
1994),
Geisterreden.
Essays aus Auckland, Berlin, Yew York (Zürich: Amman Verlag
1995),
China
Daily (Fotoband mit Gedichten, Berlin: Schwarzkopf &
Schwarzkopf
1995) und Der Ruhepunkt des Meeres (Gedichte, Edition Solitude
1996).
Wolfgang Kubin ist
Professor
für Sinologie an der Universität Bonn. Seine
Veröffentlichungen
schließen zahlreiche Übersetzungen moderner chinesischer
Literatur
ein. Masken und Krokodile und Der Ruhepunkt des Meeres sind von
ihm ins Deutsche übertragen worden. |
Köln |
| 14. April 1999 |
Referent: Prof.
Dr. Lutz
Bieg |
Thema: Literatur
in der
Volksrepublik China seit 1978 - die Ankunft der chinesischen Literatur
in der Normalität |
Lutz Bieg (geb.
1943). Studium
der Sinologie unter Einschluß des Manjurischen und Japanischen,
der
Germanistik und Philosophie in Köln und Heidelberg (Dr. phil.
1971).
Ausbildung zum wissenschaftlichen Bibliothekar 1975-1977. Aufenthalt
als
DAAD Lektor in der VR China und Hongkong 1977-1982. 1986 Habilitation
an
der FU Berlin. Seit 1989 Professor für moderne chinesische
Literatur
und Philosophie an der Universität zu Köln. |
Köln |
| 10. März
1999 |
Referentin: Dr.
Monika Gänßbauer |
Thema: Trauma
der Vergangenheit.
Die Kulturrevolution und ihre Folgen. |
Monika
Gänßbauer
wurde 1996 über die Verarbeitung der Kulturrevolution in der
chinesischen
Literatur promoviert. Seit zwei Jahren ist sie Leiterin der China
InfoStelle
evangelischer Kirchen in Deutschland. Der Umgang mit dem
Kollektivtrauma
'Kulturrevolution' in der VR China soll in diesem Vortrag kritisch
beleuchtet
werden. Es wird eine Bilanz der bisherigen
Vergangenheitsbewältigung
gezogen - was wurde bisher geleistet, was wäre noch zu
wünschen?
Ansätze zu einer alternativen Geschichtsinterpretation möchte
Frau Gänßbauer anhand einer Interviewsammlung des Autors
Feng
Jicai aufzeigen. |
Köln |
| 10. Februar 1999 |
Referent: Prof.
Dr. Helmolt
Vittinghoff |
Thema:
Wertewandel im heutigen
China. |
Helmolt
Vittinghoff ist
Professor für Sinologie und Geschaeftsführer des Asia
Network Information
Center
(München). Zur Zeit vertritt er einen
Sinologie-Lehrstuhl
in Köln.
Sein Interesse gilt vor allem der klassischen
chinesischen
Philosophie
und insbesondere dem Daoismus. Professor Vittinghoff
arbeitet an einer
Bibliographie
der klassischen Philosophie Chinas bis zur
Han-Zeit. |
Köln |
| 13. Januar 1999 |
Referent: Dr.
Martin Woesler |
Thema:
Chinesische Essayistik |
Dr. Woesler ist
wissenschaftlicher
Mitarbeiter an der Ruhr–Universität Bochum und Gastwissenschaftler
an der Harvard–Universität Cambridge. Er wurde über den
chinesischen
Essay promoviert. Der Vortrag möchte dem Wesen der in China
beliebten
Gattung des Essays nachspüren
und ein paar
Ecksteine in
der 2000jährigen Essaytradition benennen. Insbesondere die junge
Essaytradition
seit der 4.-Mai-Bewegung 1919 soll anhand einiger Textbeispiele von Lu
Xun, Ba Jin und Zhu Ziqing lebendig gemacht werden. Einige auch
humoristisch
ansprechende Beispiele aus Taiwan und von jungen Autoren sollen das
Bild
abrunden. |
Köln |
| 16. Dezember 1998 |
Referent:
Privatdozent Dr.
H.–G. Möller |
Thema: Erinnern
und Vergessen
– unterschiedliche Akzentuierungen im chinesischen und westlichen Denken |
H.–G.
Möller ist Wissenschaftlicher
Assistent am Sinologischen Seminar der Universität Bonn und durch
zahlreiche einschlägige Veröffentlichungen insbesondere zur
chinesischen
Philosophie ausgewiesen. Zu seinen wichtigsten Arbeiten zählt die
im Fischer–Taschenbuch–Verlag erschienene Übersetzung des Tao Te
King. |
Köln |
| 18. November 1998 |
Referent: Dr.
Guido Rappe |
Thema:
Philosophischer Daoismus` |
Dr. Rappe ist
Magister der
Ethnologie und hat mit einer Untersuchung über Archaische
Leiberfahrung
(Berlin 1995: Akademie Verlag) promoviert. Sein Spezialgebiet, zu dem
er
zahlreiche weitere Studien veröffentlichte, sind Fragen der
komparativen
Philosophie. Zur Zeit schließt er eine Habilitationsschrift zur
konfuzianischen
Ethik ab. Dr. Rappe war zwei Jahre als Humboldt–Stipendiat an der
Universität
Kyoto in Japan. Sein Vor-trag wird allgemeinverständlich sein. |
Köln |
| 21. 0ktober 1998 |
Herr Dr. Dr.
WolfDonner |
Thema Bei den
Mongolen.
Mit Dias. |
Herr Dr. Donner
ist Vorsitzender
der Deutsch-Nepalesischen Gesellschaft. Er ist für seine
fesselnden
und instruktiven Vorträge bekannt. Der Eintritt ist frei. |
Köln |
| 23. Mai 2000 |
Referent: Prof.
Dr. Gregor
Paul (Karlsruhe) |
Thema: Was
heißt schon
"konfuzianisch"? Sinn und Sinnlosigkeit, Information und Desinformation
im Umgang mit Worthülse und Begriff |
Die Art und
Weise, wie die
Wörter "Konfuzi-us", "konfuzianisch" und "Konfuzianismus" in den
deutschsprachigen
Medien verwendet wer-den, trägt eher zur Desinformation als zu
sach-gerechter
Information zu. Der Vortrag soll einige der Irrtümer, Vorurteile
und
Klischees klären, die für diese Situation kennzeichnend sind. |
Achern |
| 20. Juni 2000 |
Referent: Dr.
Martin Woesler
(Mainz) |
Thema:
Personenbilder der
modernen chinesischen Literatur |
s.u. |
Achern |
| 11. Mai 2000 |
Referent: Prof.
Dr. Gregor
Paul (Karlsruhe) |
Thema: Der
ideale Mensch.
Die Utopie der konfuzianischen Klassik |
Als Leiter der
DCG ist Gregor
Paul vielen Mit-gliedern und Freunden der Gesellschaft be-kannt. Zu
seinen
China-bezogenen Veröffentlichungen gehören: Asien und Europa
– Philosophien im Vergleich, Frankfurt a. M. 1984. Die Aktualität
der klassischen chinesischen Philosophie, München 1987. Aspects of
Confucianism, Frankfurt a. M., New York 1990. Die Menschenrechtsfrage:
Diskussi-on über China - Dialog mit China (Hg.), Göttingen
1998,
sowie: Traditionelle chinesische Kultur und Menschenrechtsfrage
(Mithg.),
2. Aufl. Baden-Baden 1999. |
Achern |
| 29. Juni 2000 |
Referent: PD Dr.
Ulrich
Lau (Berlin) |
Thema: Das Bild
des Delinquenten
in der frühchinesischen Rechtssprechung |
Ulrich Lau ist
einer der
wenigen Sinologen, die sich der Erschließung alter chinesischer
Texte
widmen. So "entziffert", ediert, übersetzt und kommentiert er
Inschriften
und Texte aus dem ersten Jahrtausend vor unserer Zeitrechnung. Neben
zahlreichen
kürzeren Untersuchungen hat Lau 1999 umfangreiche Quellenstudien
zur
Landvergabe und Bodenübertragung in der westlichen Zhou-Dynastie
(1045?-771
v. Chr.) veröffentlicht. Sie sind genau so grundlegend, wie es
seine
vor dem Erscheinen stehende Arbeit zu frühen chinesischen
"Gesetzestexten"
oder rechtsrelevanten Texten werden dürfte. |
Achern |
| 6. Juli 2000 |
Referent: Dr.
Martin Woesler
(Mainz) |
Thema:
Personenbilder der
philosophisch orientierten Essayistik im modernen China |
Als
Vorstandsmitglied der
DCG ist auch Dr. Woesler vielen Mitgliedern und Freunden be-kannt. Als
Sinologe gilt sein Interesse computer-linguistischen wie
literaturwisschenschaftlichen
Fragen. So hat er bereits zahlreiche Studien zum chinesischen Essay
veröffentlicht.
Zu den um-fangreicheren Büchern zum Thema zählt Der Essay ist
die Sehnsucht nach Freiheit: Wang Meng, ehemaliger Kultusminister
Chinas,
als Essayist im Zeitraum 1948 bis 1992, Frankfurt a. M. 1998. |
Achern |
| 8. November 2000 |
S.E., der
Botschafter der
Volksrepublik China, LU Qiutian |
Chinesische und
europäische
Denkweise |
Gemeinsame
Verantaltung
mit dem Interdisziplinären Institut für Angewandte
Kulturwissenschaft
(IAK) der Universität |
Karlsruhe |
October
9, 2003
Lecturer: Werner Neite
Subject: The European
Buildings in the Area of the Old Summer Palace Peking. [Description
only in German by now.] Werden und Niedergang. Mit Dias.
Nach Sturz der
Ming-Dynastie
(1644) nahmen die Qing-Kaiser Peking in Besitz. Im Nordwesten Pekings
installierten
sie eine Sommerresidenz mit herrlichen Parkanlagen (Yuan ming yuan). Um
1745 entwarfen italienische und französische Missionare für
einen
kleinen Teil des Gartenkomplexes Anlagen im europäischen Stil. Die
Bauten wurden 1860 zuerst von der englisch-französischen
Interventionsarmee
und dann 1900 von den acht fremden Mächten geplündert und
niedergebrannt.
Heute sind dort nur noch Ruinen.
Der Dipl.-Psychologe
Werner
Neite besichtigte 1991 das Ruinenfeld und fotografierte es. Das
„Herzstück“
seines Vortrags bilden freilich von ihm erworbene einmalige
Original-Fotoreihen
von 1870 (25 mal 35 cm). Seine Überzeugung, dass Geschichte nur
bei
leibhaftiger Anschauung lebendig werde, motivierte ihn, sich in das
Thema
zu vertiefen.
November
13, 2003
Lecturer: Christian Schwermann
M. A. (Sinologie Bonn)
Subject: Natural-philosophical
Explanations of Sillyness in Old China
[Description only in
German
by now.] Eine allgemeinverständliche Zusammenfassung der
einschlägigen
aktuellen Hypothesen.
Christian Schwermann ist
wissenschaftlicher Mitarbeiter am Sinologischen Seminar der
Universität
Bonn und arbeitet z. Z. an einer Dissertation über den Begriff der
Dummheit in altchinesischen Texten. Sein Hauptinteresse gilt der
Klassischen
Philologie und Geistes- und Kulturgeschichte des alten China (bis 220
n.
Chr.).
December 14, 2003
[Description only in
German
by now.] Podiumsdiskussion oder Referat zu einem aktuellen Thema.
Fixed dates of events in
Cologne in the year 2004
January 15, February
12,
March 11, April 15, May 13, and June 17
Summer
Meeting
[Description only in
German
by now.] Auf der Terrasse des Cafés Hirsch im Museum für
Ostasiatische
Kunst in Köln (Universitätsstraße 100, Tel.
0221-4309882)
findet am Samstag, den 31. August 2003, von 14 Uhr 30 bis 18 Uhr ein
Treffen
von Mitgliedern und Freunden der DCG statt. Dieses Treffen soll das
persönliche
Kennenlernen von langjährigen und neueren Mitgliedern fördern.
December 2003. Date
not yet fixed.
[Description only in
German
by now.] Podiumsdiskussion zu einem aktuellen Thema.
Teilnehmer: Sinologen,
weitere
Kulturwissenschaftler und Diplomaten.
OR
Lecturer: Christian
Schwermann
M. A. (Sinologie Bonn)
Subject: Forms of Critique
in China
Events
already held: Woesler,
Kahl,
Schumann,
Lee-Kalisch,
Scharping,
Heuser,
Paul,
Runge,
Weber-Schäfer,
Henss,
Röllicke,
Deuchert,
Panel
discussion Religion and Violence, Griesser,
Vittinghoff,
Hildenbrand,
Trauzettel,
Paul,
Diefenbach,
Philosophie,
Shi
Ming,
Donner, Henss,
Franz,
Dietrich,
Goepper,
Matzat,
Paul,
ShiMing,
Haas,
Dietrich,
Vittinghoff,
Symposium,
Schneider,
Yang
Lian,
Bieg, Gänßbauer,
Vittinghoff,
Woesler,
Möller,
Rappe,
Donner
[only in
German
by now]
June
05, 2003
Lecturer: Prof. Dr.
Konrad
Wegmann (Bochum)
Subject: Das Daode
jing
[Description only in
German
by now.] Gegenstand des Vortrags ist das Daodejing
(Tao-te-king),
wie es insbesondere aus der Sicht einer nicht-daoistischen klassischen
chinesischen „Schule“, der „Schule“ des Legalismus, gesehen wurde. Der
Legalismus avancierte in mancherlei Hinsicht zur Ideologie des
Reichseinigers
und „Ersten Kaisers“ Qin Shi Huang.
Konrad Wegmann ist
Sinologe
und Politologe an der Universität Bochum. Er ist einer der besten
deutschen Kenner des Daode jing, des den meisten Deutschen als
Tao-te-king
bekannten, Laozi bzw. Lao-tzu zugeschriebenen Klassikers des Daoismus
oder
Taoismus. Zuletzt hat Konrad Wegmann u.a. die Reihe Strukturen der
Macht:
Studien zum politsichen Denken Chinas herausgegeben und eine
Analyse
der „Laozi-Textversionen im Vergleich“ (Monumenta Serica 47)
veröffentlicht.
May
08, 2003
Lecturer: Dr. Volker
Klöpsch
(Krefeld)
Subject: Der
Übersetzer
als Verräter? Wider die Mär von der Unübersetzbarkeit
chinesischen Dichtung
[Description only in
German
by now.] Der Vorwurf des Verrats ist fast so alt wie die Profession des
Übersetzens. Er gilt bereits für die Übertragungen
zwischen
miteinander verwandten europäischen Sprachen. Umso schwieriger
erscheint
die Vermittlung einer so fremden Kultur und andersartigen Literatur wie
der chinesischen in den deutschsprachigen Raum. Bei der
Übertragung
von Dichtung, dem in China mit Abstand am höchsten
geschätzten
literarischen Genre, muss der Übersetzer neben dem bloßen
Verständnis
für den Text auch ein Gespür für die strikten
prosodischen
Formen und die ganz unterschiedliche Funktion des Gedichtes in der
chinesischen
Gesellschaft aufbringen.
Der Vortrag gibt einen
Abriss
der Geschichte von Übersetzungen chinesischer Poesie ins Deutsche
und beschreibt anhand einiger Beispiele die ver-schiedenen methodischen
Ansätze. Sodann wird versucht, die grundsätzlichen Probleme
dieses
Vermittlungsprozesses zu beschreiben und Lösungsvorschläge zu
unterbreiten. Am Ende könnte die Frage nach poetischen
Universalien
stehen, die Original und Übersetzung miteinander verbinden und die
Mühsal des Übersetzers rechtfertigen.
Dr. Volker
Klöpsch
studierte Germanistik, Vergleichende Literaturwissenschaft und
Sinologie
an den Universitäten Freiburg, Berlin, Edinburgh, Salamanca,
Shanghai
und Heidelberg. Er arbeitete am Bochumer Sinicum, lehrte als
DAAD-Lektor
an der Taiwan-Universität in Teipeh deutsche Sprache und Literatur
und unterrichtet seit 1990 am Ostasiatischen Seminar der
Universität
Köln. Neben Übersetzungen zur Literatur des 20. Jahrhunderts
legte er mit Der seidene Faden. Gedichte der Tang die erste
vollständige
Übertragung der wichtigsten und in China am weitesten verbreiteten
Anthologie von Tang-Lyrik ins Deutsche vor. Er ist zudem Mitherausgeber
der Hefte für ostasiatische Literatur.
April
03, 2003
Lecturer: Dr. Martin
Woesler
Subject: Between Exotism
and Chinoiserie. Parallels and differences between Chinese and
German
literature. Influences and demarcation.
[Description only in
German
by now.] Um Hintergründe geht es in diesem Referat, Motive und
Intentionen
beim geistigen Austausch zwischen China und Deutschland. Diese haben
stets
die entscheidende Rolle gespielt, sowohl bei der Idealisierung der
Chinoiserie
und des Maoismus wie auch bei der Exotisierung, der bewussten Betonung
des Anderen, des Unterschiedlichen, des Unverstandenen. Zentrale
Figuren
in diesem geistigen Austausch sind die frühen Reisenden, dann die
Übersetzer und schließlich die eigenen Autoren, die das oft
schon gefilterte Chinabild in Andeutungen (Effi Briest)
exotisierten
oder in Gleichnissen idealisierten (Der gute Mensch von Sezuan).
Spannend sind auch überraschende Parallelen, die sich
unabhängig
in beiden Kulturkreisen entwickelt haben – ist der Traum der Roten
Kammer
dem Faust oder eher den Buddenbrooks seelenverwandt?
Heißt
Heinrich Böll auf chinesisch Wang Meng? Texte, in die andere
Sprache
übertragen, erreichen ähnliche Wirkungen, etwa wenn in China
Guo Moruos Übersetzung von Goethes Werther eine
Selbstmordwelle
auslöst.
Woesler ist
Vorstandsmitglied
der DCG. Sein Fachinteresse als Sinologe gilt vor allem der
chinesischen
Literatur und den Möglichkeiten, die der Computer für die
Chinawissenschaften
bietet. Zur Zeit arbeitet er – zum Teil wechselnd – in Bochum,
Germersheim
und Peking. Dabei befasst er sich insbesondere mit Rezeption des Traums
der Roten Kammer und dem Aufbau einer chinesischsprachigen
Volltext-Datenbank
im Internet. Aufenthalte u. a. an der Peking- und der
Harvard-Universität.
Zu seinen Veröffentlichungen zählen China‘s digital dream
(2002),
The Chinese Essay in the 20th Century (2000), und Geschichte
des chinesischen Essays (1998).
March
06, 2003
Lecturer: Jürgen
Kahl
Subject: Unpayable growth?
China's ecological challenge
[Description only in
German
by now.] China hat seit Rio 1992 den Grundsatz der nachhaltigen
Entwicklung
adoptiert und sich ehrgeizige umweltpolitische Ziele gesetzt. Der
Vortrag
geht der Frage nach, um welchen ökologischen Preis das Land seine
hohen wirtschaftlichen Wachstumsraten erzielt, welche Fortschritte und
welche Defizite im Umweltschutz zu verzeichnen sind. Dabei geht es auch
um die Perspektiven, die sich aus den internationalen Maßnahmen
zum
Klimaschutz und aus dem WTO-Beitritt der Volksrepublik für die bi-
und multilaterale umweltpolitische Zusammenarbeit mit China ergeben.
Jürgen Kahl ist
Historiker
und Politologe. Nach dem Staatsexamen erhielt er ein China-Sti-pendium
der Stiftung Volkswagen-Werk. Kahl arbeitet als Journalist. 1985-1992
war
er China-Korrespondent der
Süddeutschen und Neuen Zürcher
Zeitung. Gegenwärtig ist er Sonderkorrespondent der NZZ.
Veröffentlichungen in Fachpublikationen zur chinesischen Innen-
und
Außenpolitik.
February
06, 2003
Lecturer: Generalkonsul
a.
D. Dr. Wolfgang Schumann (Königswinter)
Subject: The historic Buddha
in art and history
[Description only in
German
by now.] Hans Wolfgang Schumann ist Indologe und
Religionswissenschaftler.
1960-63 war er Lektor an der Hindu-Universität in Benares. Danach
trat er in den Auswärtigen Dienst der Bundesrepublik Deutschland
ein,
für den er zuletzt als Generalkonsul in Bomaby tätig war.
Wolfgang
Schumann hat zahlreiche Arbeiten über den Buddhismus und die
indische
Kultur veröffentlicht. Für seine Bücher Der
historische
Buddha und Die großen Götter Indiens erhielt er
–
zusammen mit einem weiteren Indologen – 2000 den
Rabindranath-Tagore-Preis
der Deutsch-indischen Gesellschaft.
Der Vortrag mit Dias von
Originalschauplätzen bietet eine Biographie des historischen
Buddha.
Wednesday
November 6, 2002
[Description only in
German
by now.] Anlässlich des Jubiläums der Deutschen Asia Pazific
Gesellschaft, die am 07. und 08. November ihre 10. China-Tage
durchführt,
laden DCG und DAPG am
Vorabend
zu einer gemeinsamen Veranstaltung im Museum für Ostasiatische
Kunst
ein.
Lecturer: Prof. Dr.
Gregor
Paul
Subject: Traditional
Culture, national economical growth and international business –
Comments on German-Chinese
"with each other" and "against each other"
January
09, 2003
Lecturer: Dr. Jeong-hee
Lee-Kalisch
(Hürth)
Subject: Synaesthetics
in Chinese landscape painting
[Description only in
German
by now.] Wie haben traditionelle chinesische Maler z. B. den Wind, den
Mond, den Schnee oder die Wasserfälle dargestellt, damit der
Betrachter
die Kälte des Windes, den Glanz des Mondes, die Reinheit des
Schnees
oder das Tosen des Wasserfalls wahrnehmen kann? Sie verzichteten auf
die
Wiedergabe zahlreicher Einzelheiten und schilderten nur die zur
Identifizierung
unbedingt notwendigen Elemente. Durch die visuelle Wahrnehmung dieser
Bildelemente
soll beim Betrachter die synästhetische Darstellungserweiterung
einsetzen.
Der Vortrag wird anhand der stimmungsvollen Landschaftsmalereien
veranschaulichen,
welche synästhetischen Mittel chinesische Maler in ihrem
künstlerischen
Konzept angewandt haben, das im Laufe der Zeit mehr oder weniger
präzise
im Maltraktat formuliert und schematisch tradiert wurde.
Frau Jeong-hee Lee-Kalisch
ist promovierte Kunsthistorikerin. Nach ihrer Tätigkeit an der
Universität
Köln und im Museum für Ostasiatische Kunst der Stadt
Köln
war sie Kuratorin der erfolgreichen Ausstellungen in der Villa
Hügel
in Essen wie „Das Alte China" (1994-1995) und „Die Alten
Königreiche
Koreas" (1999-2000), die europaweit eine großen Resonanz fanden.
Seit 2001 lehrt sie ostasiatische Kunstgeschichte an der Freien
Universität
Berlin.
December
12, 2002
Lecturer: Prof. Dr.
Thomas
Scharping (Köln)
Subject: Birth control in
China: Economic and social aspects
[Description only in
German
by now.] Der Vortrag wird die Hintergründe und
Durchführungsprobleme
der chinesischen Ein-Kind-Politik beleuchten und die Ergebnisse der
letzten
chinesischen Volkszählung vom November 2000 vorstellen.
Thomas Scharping ist
Professor
für Neuere Geschichte Chinas mit den Schwerpunkten Politik,
Wirtschaft
und Gesellschaft. Zu seinen engeren Forschungsgebieten gehören
Bevölkerungspolitik
und demographische Entwicklung Chinas, zu denen er zahlreiche Arbeiten
in Deutschland und den USA veröffentlicht hat, darunter: Chinas
Ein-Kind-Kampagne
1978-1994, in: Geburtenplanung in China, Hamburg 1995; sowie Birth
Control in China 1949-2000, Population Policy and Demographic
Development,
Armonk/Honolulu 2001.
Thursday
November 21, 2002
Lecturer: Prof. Dr.
iur.
Robert Heuser (Cologne)
Subject: The way of the
„Chinese
constitutional state“: Wearing new shoes but walking on old paths?
Ein fundamentales
Anliegen
des chinesischen Gemeinwesens ist die Herausbildung von Institutionen
der
Machtkontrolle. Als zentrales Mittel gilt die „Errichtung eines
sozialistischen
Rechtsstaats“. Damit wird ein Konzept aufgegriffen, das seit über
200 Jahren im Zentrum der europäischen Verfassungsgeschichte
steht.
Vor dem Hintergrund des Wesens des europäischen
Rechtsstaats soll im
Vortrag
aufgewiesen werden, wie „Rechtsstaat“ heute in China gedacht wird,
welche
neuen Institutionen in Umsetzung dieses Konzepts entstanden sind oder
sich
in der Entstehung befinden, und ob das sozio-politische und
wertspezifische
Umfeld sich für diese Neubildungen als tragfähig erweisen
kann.
Nach Tätigkeit als
Ostasienreferent am Heidelberger Max-Planck-Institut für
vergleichendes
öffentliches Recht und Völkerrecht und als DAAD-Lektor
für
deutsches Recht an Universitäten in Osaka, Kobe und Taibei lehrt
Robert
Heuser seit 1992 Chinesische Rechtskultur an der Universität
Köln.
Zu früheren Buchpublikationen gehören Das Rechtskapitel im
Jinshu.
Ein Beitrag zur Kenntnis des Rechts im frühen chinesischen
Kaiserreich,
München 1987, und Miyazawa Toshiyoshi, Verfassungsrecht, Köln
1986. Zuletzt sind erschienen: Einführung in die chinesische
Rechtskultur,
Hamburg 1999 (2. Auflage 2002), und Umweltschutzrecht der VR China,
Hamburg
2001.
Thursday,
October 17, 2002
Lecturer: Generalkonsul
a.D.
Dr. Wolfgang Runge (Königswinter)
Subject: Cooperation in
transition: 30 years diplomatic relations between the Federal
Republic
of Germany and the People's Republic of China
[Description only in
German
by now.] Was waren die Schwerpunkte der Beziehungen zwischen
beiden
Staaten? Wie verliefen die unterschiedlichen Phasen im Verhältnis
beider Staaten, von der Aufnahme diplomatischer Beziehungen im Oktober
1972 bis zur Gegenwart? Welche Bedeutung kam den wechselnden
Konstellationen
der internationalen Politik und den innen- und wirtschaftspolitischen
Rahmenbedingungen
in der VR China zu? Wie stellt sich heute das Spannungsfeld
übereinstimmender
Interessen und abweichender Grundüberzeugungen dar?
Wolfgang Runge ist
promovierter
Historiker (für Neuere Geschichte). 1965 tat er in den
Auswärtigen
Dienst ein. Sein Haupttätigkeitsfeld lag im Bereich der
Außenwirtshaftspolitik.
Aus dieser Pespektive haben ihn die deutsch-chinesischen Beziehungen
wiederholt
beschäftigt, zuletzt als Generalkonsul in Guangzhou (Kanton).
June
5, 2002
Lecturer: Prof. Peter
Weber-Schäfer
(Bochum)
Subject: „Esoterics“
and Science – Interpretations of East Asia
[Description only in
German
by now.] Peter Weber-Schäfer ist Professor für Politik
Ostasiens
an der Ruhr-Universität Bochum. Der Schwerpunkt seiner
Forschungstätigkeit
liegt seit längerem auf dem Gebiet der politischen Philosophie und
Ideengeschichte unter kulturvergleichendem Aspekt.
Die europäische
Beschäftigung
mit fernöstlichem Denken war von ihren Anfängen an von zwei
unterschiedlichen
Fragestellungen beherrscht: Der wissenschaftlichen Beschäftigung
mit
dem, was die Kulturen Ostasiens von der unseren unterscheidet, steht
immer
wieder eine „esoterische“ Beschäftigung mit dem Fernen Osten
gegenüber,
die in einer angeblich tiefen und geheimnisvollen Weisheit des Ostens
die
Rettung vor dem Unbehagen am „Rationalismus“ modernen westlichen
Denkens
sucht. Nur allzu oft verschwindet bei dieser Suche das reale Ostasien
hinter
einer Nebelwand mystischer Projektionen.
May
15, 2002
Lecturer: Michael Henss
(Zurich)
Subject: Marco Polo
and China (w/ color slides)
[Description only in
German
by now.] Michael Henss leitet in Zürich die Fachbuchhandlung
„Asiatica“.
Er hat zahlreiche Studien zur Geschichte tibetischer Kunst und Kultur
veröffentlicht
und ist Gründungsmitglied des „International Committee for Marco
Polo
Studies“.
Marco Polo (1254 bis 1324)
stand am Anfang europäischer Entdeckungsreisen nach Fernost. In
Peking
war Khubilai Khan, im 13. Jahrhundert Herrscher des mongolischen
Imperiums
und Kaiser von China, sein Gastgeber. Der Schwerpunkt des Vortrags
liegt
auf China und Zentralasien. Henss zeigt neuere Bilder zu den Orten von
Marco Polos Reise und ältere Dokumente und geht auf den aktuellen
Stand der Forschung sowie aktuelle Diskussionen ein, wie z.B. auf dem
Marco
Polo-Kongress in Tianjin 2000.
April
10, 2002
Lecturer: Hermann-Josef
Röllicke,
PhD (Düsseldorf)
Subject: The Buddha
of Time - a central figure of the Mahâyâna buddhism
[Description only in
German
by now.] Mit Dias von Malereien aus Dunhuang, dem Ort der
buddhistischen
Höhlen im Nordwesten Chinas.
Hermann-Josef
Röllicke
ist promovierter Sinologe und Philosoph. Schwerpunkte seiner Forschung
und seiner Publikationen sind die vorbuddhistische und die
buddhistische
chinesische Philosophie und Dichtung. Darüber hinaus
beschäftigt
er sich mit Fragen der Kunst, der Geschichte und der Religion in China.
Er ist zur Zeit Wissenschaftlicher Mitarbeiter am EKO-Haus der
Japanischen
Kultur, Düsseldorf.
Maitreya, der
„Freundliche“,
ist im Mahâyâna-Buddhismus der „zukünftige“ Buddha. Im
Lotos-sûtra und im Sûtra der Auflösung des tiefen
Geheimnisses
fragt er den gegenwärtigen Buddha nach dem Zeitsinn der Meditation
und des Erwachens. Hat der Buddha ein Alter? Erlischt in der Versenkung
und im Erwachen die Zeit? Wenn Meditation „Innehalten“ und „Betrachten“
bedeutet, was ist darin „Zeit“?
March
6, 2002
Lecturer: Dr. Norbert Deuchert
(Ulm)
Subject: New Troves in
China
– The Early Buddhist Sculptures of Qingzhou. With Slide Show
[description only in
German
by now]
Norbert Deuchert ist
promovierter
Historiker, Mitbegründer und Leiter des Museums Villa Rot bei Ulm,
dessen Schwerpunkt Asien ist. Langjährige Beschäftigung mit
der
Kunst Tibets und Ostasiens, kulturhistorische Forschungsaufträge
und
Publikationen.
Mehr als 400
frühbuddhistische
Skulpturen wurden 1996 in Qingzhou/Provinz Shandong entdeckt. Wegen
ihrer
künstlerischen Qualität und historischen Bedeutung gelten sie
als einer der wichtigsten Funde Chinas in den letzten Jahren. Der
Referent,
der den Fundort 2000 besuchte, stellt die Meisterwerke anhand von Dias
vor und versucht eine religions- und kunstgeschichtliche Einordnung mit
Bezügen zum Kulturtransfer entlang der Seidenstraße.
Der Vortrag fällt in
die Zeit einer Ausstellung des Rietberg–Museums in Zürich, die 33
Skulpturen zeigt (vgl. Veranstaltungshinweise S. 87).
February
6, 2002
panel discussion
Prof. Dr. Gregor Paul /
Dr. Bernhard J. Trautner
Prof. Dr. Rolf Trauzettel
/ Prof. Dr. Helmolt Vittinghoff
Oberst a.D. Reinhart
Dietrich
Subject: Religion
and
Violence
[Description only in
German
by now.]
Gregor Paul ist Professor
für Philosophie (Universität Karlsruhe). Bernhard J. Trautner
ist Politik- und Islamwissenschaftler (Universität Bremen). Rolf
Trauzettel
ist Professor für Sinologie (Universität Bonn). Helmolt
Vittinghoff
ist Professor für Sinologie (Universität Köln). Reinhart
Dietrich war Militärattaché an der Deutschen Botschaft in
Peking.
Gegenstand der Diskussion
ist die Frage, ob religiös motivierte Gewalt stets Missbrauch an
sich
guter religiöser Lehren ist, oder ob sie auch durch die Lehren
selbst
begünstigt werden, ja gefordert sein kann. Das Hauptinteresse soll
Inhalt und Geschichte der Religionen in chinesischen Kulturen gelten,
doch
die Diskussion wird auch indische, islamische und christliche
Religionen
einbeziehen.
The lecture of Prof.
Thomas
Scharping,
Cologne, originally scheduled for this date, will take place in autumn
2002.
09.
Januar 2002
Lecturer: Ute Griesser
(Köln)
Subject: Thankas –
Rolled
Paintings of the Tibetan Buddhism. Cultural Meaning and Chances of
Conservation. With Slide Show
[description only in
German
by now]
Ute Griesser ist
Diplom–Restauratorin.
Sitz ihres Restaurierungsateliers ist Köln. Zu ihren
Hauptaufgabengebieten
der Konservierung und Restaurierung zählen Gemälde, gefasste
Holzskulpturen und Werke der modernen und zeitgenössischen Kunst.
Im Bereich der Ausstellungsbetreuung war die Referentin von 1995 bis
2000
an der Kunst- und Ausstellungshalle in Bonn tätig. Seit über
sechs Jahren befasst sie sich mit der Konservierung von
Thanka–Gemälden.
Anhand von Bildbeispielen
wird deutlich werden, dass die mit dem kulturellen Gebrauch von Thankas
verbundenen Schäden auch spezielle Konservierungsverfahren
erfordern.
12.
Dezember 2001
Lecturer: Professor Dr.
Helmolt
Vittinghoff
(Köln)
Subject: Fengshui –
"Wellness"
from the Chinese House of Treasures?
[description only in
German
by now]
Helmolt Vittinghoff ist
Professor für Sinologie am Ostasiatischen Seminar der
Universität
zu Köln. Sein Hauptaugenmerk in Lehre und Forschung gilt der
traditionellen
Geistesgeschichte Chinas und ihrer Rezeption im gegenwärtigen
chinesischen
Kulturraum, der auch seine neueste Publikation "Recent Bibliography in
Classical Chinese Philosophy" gewidmet ist. Sie erscheint als erster
Teil
einer auf vier Bände konzipierten Folge im Fachorgan Journal
of
Chinese Philosophy (Malden, USA) als Doppelband 1/2 des Jahrgangs
2001.
Der Vortrag stellt
chinesisches
Fengshui und dessen merkantil geprägte Aufnahme im Westen dar.
Fengshui
lehrt, sich beim Wohnen und allgemeinen menschlichen Handeln an
"Naturkräften"
zu orientieren.
14.
November 2001
Lecturer: PD Dr. med.
Gisela
Hildenbrand
(Bonn)
Subject: Qigong
Yangsheng
– Exercises to Care for Life
[description only in
German
by now]
Gisela Hildenbrand
beschäftigt
sich seit 1984 mit chinesischer Heilkunde und insbesondere mit Qigong,
das sie dann auch als Qigong Yangsheng von 1986–1997 bei Professor Jiao
Guorui studierte. 1991 war sie Mitbegründerin der "Medizinischen
Gesellschaft
für Qigong Yangsheng" in Bonn. Seitdem ist sie auch 1. Vorsitzende
der Gesellschaft. Sie ist Herausgeberin von Jiao Guoruis Lehrbuchreihe
Qigong
Yangsheng und Mitherausgeberin der Zeitschrift für Qigong
Yangsheng.
Qigong, ein junger Begriff
für eine vielfältige Tradition der Selbstkultivierung,
rückt
zunehmend in das Interesse westlicher Medizin. Der Vortrag behandelt
Herkunft,
Stationen der geschichtlichen Entwicklung, Inhalte, Prinzipien und
Ziele
von Qigong–Übungen sowie deren Rezeption und Anwendungsgebiete im
Westen.
10.
Oktober 2001
Lecturer: Professor Dr.
Rolf
Trauzettel
(Bonn)
Subject: Chinese
Mythology
and Intellectual History
[description only in
German
by now]
Professor Trauzettel,
einer
der renommiertesten deutschen Sinologen, ist auch einem weiteren
Publikum
bekannt. Seine gemeinsam mit Herbert Franke verfasste Darstellung Das
Chinesische Kaiserreich (Frankfurt a.M. 1968) gehört nach wie
vor zu den vielkonsultierten Standardwerken deutschsprachiger
sinologischer
Literatur. Seit einiger Zeit gilt Rolf Trauzettels Interesse vor allem
Fragen der chinesischen Geistesgeschichte und Philosophie. Gemeinsam
mit
Silke Krieger gab er 1990 (bei Hase & Koehler in Mainz) den Band Konfuzianismus
und die Modernisierung Chinas heraus. Zu seinen neuesten
Veröffentlichungen
zählt die Studie "West–Östliches. Exempel zum Problem
chinesisch–abendländischer
Komparatistik", die in den minima sinica (2/2000, S. 1-37)
erschien.
Der Vortrag wird sich
unter
anderem auch mit der Frage nach dem Stellenwert von Mythos und Ritual
auseinandersetzen.
23.
September
2001
Lecture in Wuppertal
Location:
Fuhlrott–Museum,
Raum M 212, 20 Auer Schulstraße, 42103 Wuppertal, Germany, phone:
0202–563-2618.
Time: 11 Uhr 30.
Lecturer: Professor Dr.
Gregor
Paul
(Karlsruhe)
Subject: Confucianism
and Classical Chinese Philosophy
[description only in
German
by now]
Gregor Paul setzt sich
seit
vielen Jahren mit der chinesischen Philosophie auseinander. Seine
letzte
einschlägige Veröffentlichung ist Konfuzius
(Freiburg:
Herder 2001).
June
13, 2001
Lecturer: Thilo Diefenbach
(Cologne)
Subject: Falun Gong
- Origin and Backgrounds of a Chinese Mass Movement
[description only in
German
by now]
Thilo Diefenbach ist
Sinologe
und Doktorand bei Prof. Dr. Lutz Bieg, Universität Köln.
Mo-derne
Literatur und Neuere Geschichte Chinas sind seine Arbeitsschwerpunkte.
Diefenbachs Vortrag will
eine plakative Bewertung der Falun Gong-Bewegung ebenso vermeiden wie
eine
pauschale Rechtfertigung oder Verdammung der offiziellen chinesischen
Reaktionen.
Zielpunkte des Vortrags sind die Objektivität einer vielseitigen
Darstellung
und ein kulturhistorisch vergleichender Blick auf das Phänomen.
May
16, 2001
Discussion: Prof.
Gregor
Paul
(Karlsruhe), Prof. Heiner Roetz (Bochum), Prof. Helmolt
Vittinghoff
(Köln), Prof. Peter Weber-Schäfer (Bochum),
Discussant: Dr. Alexander
Bell
Subject: Philosophy in
traditional China
[Description only in
German
by now:] Prof. Dr. Gregor Paul ist Professor für Philosophie an
der
Universität Karlsruhe, Prof. Dr. Heiner Roetz ist Professor
für
Sinologie an der Universität Bochum, Prof. Dr. Helmolt Vittinghoff
ist Professor für Sinologie an der Universität Köln,
Prof.
Dr. Peter Weber-Schäfer ist Professor für Politikwissenschaft
an der Universität Bochum.
Gegenstand der Diskussion
ist die Frage, ob sich "chinesisches Denken" fundamental von
"westlicher
Philosophie" unterscheidet.
April
11, 2001
Lecturer: Shi
Ming
(Köln)
Subject: Masses and
Mass
Culture in China
[Description only in
German
by now:] Shi Ming war in China als Journalist und Beauftragter für
Rechtsfragen einer Außenhandelsfirma tätig. Er ist
Mitgliedern
und Freunden der DCG durch einen Vortrag und als Beiträger unseres
Symposiums 1999 bekannt. Er arbeitet als Journalist und Autor für
ARD, Deutsche Welle, Deutschland-Radio, FAZ und Süddeutsche
Zeitung.
Der Vortrag behandelt die
Entwicklung von der uneingeschränkten Herrschaft der KPCh, die
sich
als Partei der Volksmassen versteht, zur zunehmend westlich
geprägten
Gegenwart, in der McDonald's, MTV und Kung Fu-Romane die Gemüter
der
Massen bewegen.
November
22, 2000
Lecturer: Prof. Dr.
Karl-Heinz
Pohl
(Trier)
Subject: Traditional
Chinese Culture and Globalisation
joined lecture with the
German
Asia Pacific Association, under the auspices of OB Fritz Schramma
[description only in
German
by now]
18 Uhr
Moderation
und Begrüßung: Prof. Dr. Gregor Paul (Karlsruhe),
Begrüßung
durch die DAPG: Uwe Holl, Grußwort des Bürgermeisters
Manfred
Wolf
19 Uhr Vortrag.
Professor
Pohl, Sinologe an der Universität Trier, ist durch zahlreiche
Veröffentlichungen
bekannt geworden. Zu seinen wichtigen Büchern zählen die bei
Herder erschienenen Bände Li Zehou: Der Pfad des Schönen und
China für Anfänger.
Anschließend
Empfang der Stadt Köln.
December
13, 2000
Lecturer: Prof. Dr.
Heiner
Roetz
(Bochum)
Subject: Does a
Chinese
Philosophy Exist?
[description only in
German
by now]
Der Vortrag wird sich
kritisch
mit dem relativistischen Standpunkt auseinandersetzen, Philosophie sei
eine ausschließliche europäische Errungenschaft.
Das Interesse des
Sinologen
Heiner Roetz gilt vor allem der Philosophie und da insbesondere der
Ethik
der vor-Han-Zeit, mit der er sich auch aus methodologischer und
metaethischer
Sicht auseinandersetzt. Zu seinen wichtigsten Veröffentlichungen
zählen
Die chinesische Ethik der Achsensenzeit (Frankfurt a.M. 1992) und die
bei
Beck erschienene Biographie Konfuzius.
Autumn 2002
Lecturer: Prof. Thomas
Scharping
(Cologne)
Subject: Birth Control
in China: Economical and Social Aspects
[Description only in
German
by now.]
Thomas Scharping ist
Professor
für Neuere Geschichte Chinas mit den Schwerpunkten Politik,
Wirtschaft
und Gesellschaft. Zu seinen engeren Forschungsgebieten gehören
Bevölkerungspolitik
und demographische Entwicklung Chinas, zu denen er zahlreiche Arbeiten
in Deutschland und den USA veröffentlicht hat, darunter: Chinas
Ein-Kind-Kampagne 1978–1994, in: Geburtenplanung in China, Hamburg
1995; sowie Birth Control in China 1949–2000, Population Policy and
Demographic Development, Armonk/Honolulu 2001.
Der Vortrag wird die
Hintergründe
und Durchführungsprobleme der chinesischen Ein-Kind-Politik
beleuchten
und die Ergebnisse der letzten chinesischen Volkszählung vom
November
2000 vorstellen.
Lectures in Karlsruhe
[description only in
German
by now]
In Zusammenarbeit mit den
Instituten für Phi-losophie und Angewandte Kulturwissenschaft der
Universität Karlsruhe bietet die DCG in den Räumlichkeiten
des
Instituts für Philosophie, Kollegium am Schloss, Bau II (Telefon
0721-608-2149),
drei Vorträge an. Sie werden jeweils an einem Donnerstag um 19 Uhr
30 gehalten.
May 11, 2000
Lecturer: Prof. Dr.
Gregor
Paul
(Karlsruhe)
Subject: The Ideal
Human
Being. The Utopia of Confucian Classical Time.
[description only in
German
by now]
Als Leiter der DCG ist
Gregor
Paul vielen Mit-gliedern und Freunden der Gesellschaft bekannt. Zu
seinen
China-bezogenen Veröffentlichungen gehören: Asien und Europa
– Philosophien im Vergleich, Frankfurt a. M. 1984. Die Aktualität
der klassischen chinesischen Philosophie, München 1987. Aspects of
Confucianism, Frankfurt a. M., New York 1990. Die Menschenrechtsfrage:
Diskussi-on über China - Dialog mit China (Hg.), Göttingen
1998,
sowie: Traditionelle chinesische Kultur und Menschenrechtsfrage
(Mithg.),
2. Aufl. Baden-Baden 1999.
June 29,
2000
Lecturer: PD Dr. Ulrich
Lau
(Berlin)
Subject: The Image of
the Delinquent in the Early Chinese Iuridical System
[description only in
German
by now]
Ulrich Lau ist einer
der
wenigen Sinologen, die sich der Erschließung alter chinesischer
Texte
widmen. So "entziffert", ediert, übersetzt und kommentiert er
Inschriften
und Texte aus dem ersten Jahrtausend vor unserer Zeitrechnung. Neben
zahlreichen
kürzeren Untersuchungen hat Lau 1999 umfangreiche Quellenstudien
zur
Landvergabe und Bodenübertragung in der westlichen Zhou-Dynastie
(1045?-771
v. Chr.) veröffentlicht. Sie sind genau so grundlegend, wie es
seine
vor dem Erscheinen stehende Arbeit zu frühen chinesischen
"Gesetzestexten"
oder rechtsrelevanten Texten werden dürfte.
July 6,
2000
Lecturer: Dr. Martin Woesler
(Mainz)
Subject: Images of the
Person in the Philosophically Orientiented Essayism in Modern China
[description only in
German
by now]
Als Vorstandsmitglied
der
DCG ist auch Dr. Woesler vielen Mitgliedern und Freunden be-kannt. Als
Sinologe gilt sein Interesse computer-linguistischen wie
literaturwisschenschaftlichen
Fragen. So hat er bereits zahlreiche Studien zum chinesischen Essay
veröffentlicht.
Zu den um-fangreicheren Büchern zum Thema zählt Der Essay ist
die Sehnsucht nach Freiheit: Wang Meng, ehemaliger Kultusmisnister
Chinas,
als Essayist im Zeitraum 1948 bis 1992, Frankfurt a. M. 1998.
January
17, 2001
Lecturer: Prof. Dr.
Wolfgang
Kubin
(Bonn)
Subject: „The New Song
of the Old Desparation"
[description only in
German
by now]
Wolfgang Kubin liest
aus
seinem ersten Gedichtband, aus Essays und aus China-bezogenen Zyklen.
Er ist Professor für
Sinologie an der Universität Bonn, Essayist und Lyriker. Neben
zahlreichen
wissenschaftlichen Veröffentlichungen stehen Übersetzungen
aus
dem Chinesischen, u. a. von Werken Yang Lians, mit dem Kubin 1999 einen
Abend der DCG gestaltete.
February
14, 2001
Lecturer: Former
Ambassador
Dr. Hannspeter Hellbeck (Wachtberg)
Subject: China's
Foreign
Policy Meeting New Challenges
[description only in
German
by now]
Hannspeter Hellbeck war
Stellvertretender
Generalkonsul in Hongkong, Leiter des Refe-rates Ostasien im
Auswärtigen
Amt und – von 1987 bis 1992 – Botschafter in Peking. Zahlrei-che
Veröffentlichungen
zu Fragen Asiens und insbesondere Chinas. Er ist vielen Mitgliedern und
Freunden der DCG bekannt.
Chinas
Außenpolitik
orientiert sich seit einem Jahrzehnt neu: Das Land steht der einzigen
verbliebenen
Supermacht USA allein gegenüber, sieht sich mit wirtschaftlichen
Herausforderun-gen
und mit Tauwetter in Korea konfrontiert. Taiwan bleibt eine für
China
ungelöste Frage. Was bedeutet das für Europa?
March
14, 2001
Lecturer: Botschafter
a.
D. Dr. Konrad Seitz (Wachtberg)
Subject: A Chinese
21st
century?
[description only in
German
by now]
Konrad Seitz war Leiter
des
Planungsstabes im Auswärtigen Amt und Botschafter in Indien,
Italien
und – 1995 bis 1999 – in China. Buch-ver-öffentlichungen zur
japanisch-amerikani-schen
Herausforderung und zum weltwirt-schaftlichen Wettlauf ins 21.
Jahrhundert.
Er ist vielen Mitgliedern und Freunden der DCG bekannt.
China. Eine Weltmacht
kehrt
zurück (Berlin 2000) ist Konrad Seitz' neues Buch, in dem
Größe
und Niedergang Chinas in der Vergan-genheit und sein rasanter
gegenwärtiger
Aufstieg analysiert werden. Konrad Seitz vertritt die These, daß
die Globalisierung mit einem chine-sischen Jahrhundert enden wird.
October
18,
2000
Lecturer:
Dr. Wolf Donner (Cologne)
Subject: The Kailash
[description only in
German
by now]
Wolf Donner ist
Chefredakteur
der Zeitschrift Nepal Information, Autor von zehn
länderkundli-chen
Büchern und war Jahre lang Vorsitzender der Deutsch-Nepalischen
Gesellschaft.
Er ist Mitgliedern und Freunden der DCG durch frühere
Vorträge
über Mustang (Nepal) und die Mongolei bekannt.
Der 6714 Meter hohe Berg
Kailash im Transhimalaya (Tibet) wird von den Anhängern der vier
großen
asiatischen Religionen - Hindus, Jainas, Buddhisten und der
vor-buddhistischen
Bön-Po-Religion - als heilig angesehen, als Sitz der Götter,
Verbindungspunkt zwischen Him-mel und Erde, als ein Ort, durch den die
Achse des Universums verläuft. Dr. Donner hat vor einiger Zeit den
Kailash besucht, hat ihn in einer Höhe von bis zu 5700 Metern
(Drölma
La) umrundet und berichtet von einer Gelände-fahrt über 3000
Meter zwischen Lhasa im Osten und dem alten tibetischen Königreich
Gugé im Westen.
Wie es der Zufall will,
findet sich in der Rubrik „Reiseeindrücke“ ein Bericht Dr.
Alexander
Bells, der vor kurzem ebenfalls den Kailash besuchte.
September
20,
2000
Lecturer:
Michael Henss (Zurich)
Subject: Guests of the
Chinese Emperor.
The Mission of Jesuits in the Far East. Meeting instead
of Clash of Cultures.
[description only in
German
by now]
Michael Henss leitet in
Zürich
die Fachbuch-handlung "Asiatica". Er befasst sich seit Jahren mit
Themen
und Fragen, die für die DCG von Interesse sind und hat denn auch
mehrfach
entsprechende Referate gehalten, die auf große Resonanz
stießen.
Zu den engeren Arbeitsgebieten von Michael Henss zählt die
Geschichte
tibetischer Kunst und Kultur, zu der er zahlreiche Studien
veröffentlicht
hat.
Sein Vortrag
fügt
sich in die Themenreihe „Jesuiten in China“, zu der auch die Lesung von
Uli Franz und die Vorstellung einschlägiger
Monumenta-Serica-Veröffentlichungen
in der Rubrik „Rezensionen und Lektüretips“ gehören.
June
14, 2000
Uli Franz
GCA and
Lengfeld´sche
Buchhandlung, Cologne:
Subject: In the Shadow
of Heaven - Johann Adam Schall von Bell - Jesuit and Mandarin
[description only in
German
by now]
Uli Franz war Lektor
und
Korrespondent in Peking. Er lebt als Schriftsteller in Köln und in
der Schweiz. Uli Franz veröffentlichte mehrere Sachbücher zu
China, darunter eine Biographie Deng Xiaopings, die in sieben Sprachen
erschienen ist.
Sein kürzlich
erschienener
historischer Roman "Im Schatten des Himmels" schildert die einzigartige
Karriere des Kölner Jesuiten und Astronomen Adam Schall von Bell
(1592
- 1666) am chinesischen Kaiserhof.
May
17, 2000
Lecturer: Oberst a.D.
Reinhart
Dietrich
Subject: China in
Transition
and the Role of the Armee - Observations and Personal Experiences
[description only in
German
by now] Reinhart Dietrich wurde 1938 in China, in Pato in der Provinz
Yünnan
als Sohn eines Missionars geboren. Sein Abitur machte er jedoch 1957 in
Deutschland.
Nach einer Laufbahn als
Artillerieoffizier, im Bundesministerium für Verteidigung und in
der
Nato war Reinhart Dietrich 1982-1987 als Verteidigungsattaché an
der Deutschen Botschaft in Peking tätig. 1987 kehrte er in das BMV
zurück, um dann 1989 aus der Bundeswehr auszuscheiden.
Gegenwärtig
arbeitet
er vor allem als Wirtschaftsberater, eine Aufgabe, die ihn auch
wie-derholt
nach China führt.
April
12, 2000
Lecturer: Prof. Dr. Roger
Goepper
Subject: The Chinese
Font as an Aesthetic Principle of Chinese Culture. (incl. slide
show)
[description only in
German
by now] Professor Goepper war jahrelang Leiter des Museums für
Ostasiatische
Kunst in Köln. Von ihm liegen zahlreiche Veröffentlichungen
vor.
March
15, 2000
Lecturer: Prof. Dr.
Wilhelm
Matzat
Subject: Qingdao
(Tsingtau)
- a German city founding in China. [description only in German by
now]
Ihre Entwicklung von 1898 bis 1998. Mit Dias.
Wilhelm Matzat wurde 1930
in Qingdao gebo-ren und lebte dort bis 1946. Seit 1981 ist er
erneut
sieben Mal in Qingdao gewesen. Und seit seiner Pensionierung
beschäftigt
er sich speziell mit der Geschichte Qingdaos.
Als China 1842
„geöffnet“
wurde, durften sich Ausländer zunächst nur in den sogenannten
Vertragshäfen niederlassen, wo sich die ihnen zugewiesenen
Bebauungsareale
(Konzessionen oder Niederlassungen oder settlements) am Ran-de schon
existierender
chinesischer Städte befanden. Nur in vier Fällen haben die
Europä-er
in China eine neue Stadt „auf der grünen Wiese“ gegründet,
d.h.
ohne räumlichen Bezug zu einer existierenden chinesischen Stadt:
die
Bri-ten erbauten Victoria (auf der Insel Hong-kong), die Deutschen
Qingdao
und die Russen Dalny und Harbin. Die drei letztgenannten Städte
entstanden
in ein und demselben Jahr, und zwar 1898.
February
6, 2000
Lecturer: Prof. Dr. Gregor
Paul
Subject: What Means
"Confucian"
after All? [description only in German by now] Sinn und
Sinnlosigkeit,
Information und Desinformation im Umgang mit Worthülse und Begriff
Als Leiter der DCG ist
Gregor
Paul vielen Mitgliedern und Freunden der Gesellschaft bekannt. Zu
seinen
China-bezogenen Buch-Veröffentlichungen gehören: Asien und
Europa
- Philosophien im Vergleich, Frankfurt a. M. 1984. Die Aktualität
der klassischen chinesischen Philosophie, München 1987. Aspects of
Confucianism, Frankfurt a. M., New York 1990. Die Menschenrechtsfrage:
Diskussion über China - Dialog mit China (Hg.), Göttingen
1998,
sowie: Traditionelle chinesische Kultur und Menschenrechtsfrage
(Mithg.),
2. Aufl. Baden-Baden 1999. „Konfuzianisches“ thematisiert auch sein
Buch
Philosophie in Japan, München 1993.
Die Art und Weise, wie die
Wörter „Konfuzius“, „konfuzianisch“ und „Konfuzianismus“ in den
deutschsprachigen
Medien verwendet werden, trägt eher zur Desinformation, ja zur
Indoktrination
bei als zu sachgerechter Information. Der Vortrag soll wenigstens
einige
der gröbsten Irrtümer, Vorurteile und Klischees klären,
die für diese Situation kennzeichnend sind.
January
19, 2000
Lecturer: Shi Ming
Subject: Education and
'Zeitgeist' in China [description only in German by now]
[description only in
German
by now] Nach einem Germanistik- und Jura-Studium in Peking arbeitete
Shi
Ming in seinem Land als Journalist und als Beauftragter für
Rechtsfragen
einer Außenhandelsfirma. Zur Zeit ist er als freier
Journalist
und Autor für die ARD, die Deutsche Welle, das Deutschlandradio
Köln
und Berlin, die FAZ und die Süddeutsche Zeitung tätig.
December
15 1999
Dr. Robert Haas
Subject: The Chinese
Burial and Death Cult. Essence of a Culture (incl. slide show).
[description only in
German
by now] Robert Haas lebte und arbeitete zusammen mit seiner
chinesischen
Ehefrau von 1990-1996 in Asien. In dieser Zeit hat er auch eine Reihe
von
Arbeiten zur politischen und religiösen Kultur
veröffentlicht.
Nach seiner Rückkehr kam es zu mehreren Ausstellungen mit Fotos,
die
er auf chinesischen Friedhöfen Südostasiens gemacht hatte. –
Zur Zeit ist Haas als Referatsleiter im Stab von Hans Koschnick
tätig,
dem Bosnien-beauftragten der Bundesregierung.
Wenn irgend etwas
Chinas Ruf als Land der Kontinuität stützt, dann ist es sein
seit Urzeiten praktizierter Grab-, Toten- und Ahnenkult. Robert Haas,
der
z.Zt. an einer Arbeit zu diesem Thema schreibt, sieht ihn als die
Grundlage
der Kultur und der Identität Chinas an. Im Vortrag wird er einen
Überblick
über die damit verbundenen religiösen Aspekte, verschiedene
Elemente
und Hintergründe des in seinen Einzelheiten höchst
faszinierenden
Rituals sowie über die Situation im heutigen China geben. Der
Vortrag
wird durch einige Dias unterstützt.
Novermber
17, 1999
Prof. Dr. Helmolt Vittinghoff
Subject: Original and
Fake in the Chinese Spiritual Tradition
Description [only in
German
by now]: Helmolt Vittinghoff ist Professor für Sinologie.
Gegenwärtig
vertritt er einen Lehrstuhl an der Universität Köln und
arbeitet
an einer fremdsprachigen (nicht-chinesischsprachigen) Bibliographie
chinesischer
Philosophie. Langjaehrige Chinaerfahrung durch mehr als 30
Reiseleitungen.
Geschaeftsfuehrer des Asia Network Information Center (Muenchen).
Vielen Mitgliedern der DCG
ist Professor Vittinghoff bereits als Referent bekannt.
Zum Inhalt: Im
abendländischen
Kulturraum gilt das Original eines Werkes als Zeugnis einer
unnachahmlichen
Schaffenskraft, als Beweis von Kreativitaet und Einzigartigkeit, kurzum
als vortrefflicher und unwiederholbarer Schoepfungsakt, weshalb ihm ein
geradezu heiliger Wert beigemessen wird. Kopien oder gar Faelschungen,
moegen sie auch vom Original nicht oder nur kaum zu unterscheiden sein,
werden als minderwertig, frevelhaft oder leblos verworfen, da die
taeuschen
und betruegen, zumindest jedoch verhoehnen und in die Irre fuehren
wollen,
zum wiegearteten Vorteil des Faelschers und Kopierers auch immer. Nur
das
Original zaehlt und zaehlte, was sich in ihren zuweilen exorbitanten
Preisen
niederschlaegt.
Im chinesisch
beeinflussten
Ostasien ist meisterhaftes Faelschen und Kopieren seit altersher weit
verbreitet.
Erst in den letzten Jahren versucht man im chinesischen Kulturraum, auf
Betreiben der westlichen Herstellungslaender der Originalwerke, ueber
gesetzliche
Regelungen dem Faelschen und Kopieren Einhalt zu gebieten, doch ein
tieferes
Unrechtsbewusstsein konnte noch nicht geschaffen werden.
Liegen die Ursachen fuer
das fehlende Unrechtsbewusstsein etwa in der ominoesen chinesischen
Mentalitaet?
Auf diese und andere Fragen sucht Prof. Vittinghoff in seinem Vortrag
Antworten.
Er möchte auch die Fragwuerdigkeit des abendländischen
Originalitätsverhaftetseins
aufzeigen.
Symposium
on the 50th Anniversary of the P.R. of China
The History of the
People's
Republic of China as a Result and Reflex of Tradition and Innovation
Lectures and Subjects:
Prof. Dr. Gregor
Paul
(University of Karlsruhe):
Zum Konzept des
Symposiums:
Die Geschichte der Volksrepublik China als Resultat und Reflex von
Tradition
und Neuerung
Prof. Dr.
Wolfgang
Kubin (University of Bonn):
Die Rezeption des "Traums
der Roten Kammer" in der Volksrepublik China
PD Dr. Hans-Georg
Moeller
(University of Bonn):
Die Rezeption des
Konfuzianismus
in der Volksrepublik China
Prof. Dr. Jürgen
Domes
(University of the Saarland):
Tradition und
Traditionsbruch
in der Volksrepublik China
Dr. Rüdiger
Machetzki
(Asia Institute Hamburg):
Sozial- und
Wirtschaftsgeschichte
der Volksrepublik China
Ambassador a.D. Dr.
Hannspeter
Hellbeck,
Ambassador a.D. Dr. Konrad
Seitz, further participants
Diskussion
Thursday, September 30,
1999,
9.30 am - 5 pm
Kölner Bank von 1867,
Hohenzollernring 31-35, Cologne, Germany
No entrance fee.
Sponsored
by the Foreign Ministry of Germany, Bank Cologne, and Henkel KgaA
Düsseldorf.
June
16th, 1999
Marion Schneider
Subject: One year in
the Kungfu monastery Shaolin. The 11-year-old David alone in China.
With color slides.
[description only in
German
by now] Marion Schneider war unter anderem als Gymnasiallehrerin, in
der
Erwachsenenbildung und als Journalistin tätig. Sie leitete eine
Sprachschule,
einen Großkunden-Betrieb und baute die China-Abteilung einer
großen
Weiterbildungsgesellschaft auf. Mittlerweile selbständig,
berät
sie Firmen in Fragen der Kooperation mit China. Auf dem Kultur-Sektor
arbeitet
sie als Asien-Spezialistin, hält Vorträge, führt
Seminare
durch und schreibt einschlägige Artikel.
May
12th, 1999
Yang Lian:
recitation
of his poems
Translation and
Moderation:
Professor Dr. Wolfgang Kubin.
[description only in
German
by now] Yang Lian wurde 1955 geboren und wuchs in Beijing auf. Gegen
Ende
der „Kulturrevolution“ wurde er zur „Umerziehung“ aufs Land verschickt.
Dann arbeitete er für den Rundfunk. Seit 1989 lebt Yang im Exil.
1994/95
war er Stipendiat der Akademie Schloß Solitude in Stuttgart und
Berlin.
Unter dem Titel „Heimkehr in die Fremde“ veröffentlichte er in der
Zeitschrift „KulturAustausch“ 4/1998 eine Reflexion seines
Beijing-Besuchs
im Oktober 1998.
Yang Lian hat mehrere
„Bestseller“
geschrieben, die in zahlreiche westliche Sprachen übersetzt
wurden.
In deutscher Übertragung liegen vor: Pilgerfahrt (Innsbruck:
Hand-Presse
1987),
Masken und Krokodile, Gedichte (Berlin: Aufbau Verlag 1994),
Geisterreden.
Essays aus Auckland, Berlin, Yew York (Zürich: Amman Verlag
1995),
China
Daily (Fotoband mit Gedichten, Berlin: Schwarzkopf &
Schwarzkopf
1995) und Der Ruhepunkt des Meeres (Gedichte, Edition Solitude
1996).
Wolfgang Kubin ist
Professor
für Sinologie an der Universität Bonn. Seine
Veröffentlichungen
schließen zahlreiche Übersetzungen moderner chinesischer
Literatur
ein. Masken und Krokodile und Der Ruhepunkt des Meeres sind von
ihm ins Deutsche übertragen worden.
April
14th, 1999
lecturer: Prof. Dr. Lutz
Bieg
subject: Literature in
the PR China since 1978 - Arrival of the Chinese literature in
Normality
[description only in
German
by now] Lutz Bieg (geb. 1943). Studium der Sinologie unter
Einschluß
des Manjurischen und Japanischen, der Germanistik und Philosophie in
Köln
und Heidelberg (Dr. phil. 1971). Ausbildung zum wissenschaftlichen
Bibliothekar
1975-1977. Aufenthalt als DAAD Lektor in der VR China und Hongkong
1977-1982.
1986 Habilitation an der FU Berlin. Seit 1989 Professor für
moderne
chinesische Literatur und Philosophie an der Universität zu
Köln.
March
10th, 1999
lecturer: Monika Gänßbauer,
Ph. D.
subject: Trauma of the
past. The Cultural Revolution.
Referentin: Dr. Monika Gänßbauer
Thema: Trauma of the
past. The 'Cultural Revolution' and its consequences.
[description only in
German
by now] Monika Gänßbauer wurde 1996 über die
Verarbeitung
der Kulturrevolution in der chinesischen Literatur promoviert. Seit
zwei
Jahren ist sie Leiterin der China InfoStelle evangelischer Kirchen in
Deutschland.
Der Umgang mit dem Kollektivtrauma 'Kulturrevolution' in der VR China
soll
in diesem Vortrag kritisch beleuchtet werden. Es wird eine Bilanz der
bisherigen
Vergangenheitsbewältigung gezogen - was wurde bisher geleistet,
was
wäre noch zu wünschen? Ansätze zu einer alternativen
Geschichtsinterpretation
möchte Frau Gänßbauer anhand einer Interviewsammlung
des
Autors Feng Jicai aufzeigen.
Februar
10th, 1999
lecturer: Prof. Dr.
Helmolt
Vittinghoff
subject: Changing
Values
in Contemporary China
(description only in
German
by now)
Helmolt Vittinghoff ist
Professor für Sinologie und Geschaeftsführer des Asia
Network Information Center
(München). Zur Zeit vertritt er einen
Sinologie-Lehrstuhl in
Köln.
Sein Interesse gilt vor allem der klassischen
chinesischen Philosophie
und insbesondere dem Daoismus. Professor Vittinghoff
arbeitet an einer
Bibliographie
der klassischen Philosophie Chinas bis zur
Han-Zeit.
January
13th, 1999
lecturer: Martin Woesler,
Ph. D.
subject: Chinese
Essayism
(description only in
German
by now)
Dr. Woesler ist
wissenschaftlicher
Mitarbeiter an der Ruhr–Universität Bochum und Gastwissenschaftler
an der Harvard–Universität Cambridge. Er wurde über den
chinesischen
Essay promoviert. Der Vortrag möchte dem Wesen der in China
beliebten
Gattung des Essays nachspüren
und ein paar Ecksteine in
der 2000jährigen Essaytradition benennen. Insbesondere die junge
Essaytradition
seit der 4.-Mai-Bewegung 1919 soll anhand einiger Textbeispiele von Lu
Xun, Ba Jin und Zhu Ziqing lebendig gemacht werden. Einige auch
humoristisch
ansprechende Beispiele aus Taiwan und von jungen Autoren sollen das
Bild
abrunden.
,
December 16th, 1998
lecturer: H.–G. Möller,
Ph. D., PD
subject: Remembering
and Forgetting – different accentuations in Chinese and Western
thinking
(description only in
German
by now)
H.–G. Möller ist
Wissenschaftlicher
Assistent am Sinologischen Seminar der Universität Bonn und durch
zahlreiche einschlägige Veröffentlichungen insbesondere zur
chinesischen
Philosophie ausgewiesen. Zu seinen wichtigsten Arbeiten zählt die
im Fischer–Taschenbuch–Verlag erschienene Übersetzung des Tao Te
King.
,
November 18th, 1998
lecturer: Dr. Guido Rappe
upon the theme Philosophical
Daoism.
Dr. Rappe wrote his ph.
d. thesis upon the theme "Archaic Experience of the Body" (Berlin 1995:
Akademie Verlag). Next to
this he published numerous studies on problems of comparative
philosophy.
In 1998 he is finishing his habilitational thesis on ethics. In this
thesis,
he concentrates on neoconfucian analyses. Dr. Rappe has been at the
university
Kyoto in Japan with a scholarship from the Humboldt Foundation.
His speech will be
understandable
without knowledge of the subject.
,
October
21st, 1998
lecturer: Dr. Dr. Wolf Donner
upon the theme At the
Mongols. With picture show.
Dr. Donner is Chairman of
the German-Nepalesian Society. He is well known for his highly
interesting
and instructive speeches.
Bereits
durchgeführte Veranstaltungen in Achern:
May 23,
2000
Referent: Prof. Dr.
Gregor
Paul
(Karlsruhe)
Thema: Was heißt
schon
"konfuzianisch"? Sinn und Sinnlosigkeit, Information und Desinformation
im Umgang mit Worthülse und Begriff
Die Art und Weise, wie
die
Wörter "Konfuzi-us", "konfuzianisch" und "Konfuzianismus" in den
deutschsprachigen
Medien verwendet wer-den, trägt eher zur Desinformation als zu
sach-gerechter
Information zu. Der Vortrag soll einige der Irrtümer, Vorurteile
und
Klischees klären, die für diese Situation kennzeichnend sind.
June 20, 2000
Referent: Dr. Martin Woesler
(Mainz)
Thema: Personenbilder der
modernen chinesischen Literatur
Bereits
durchgeführte Veranstaltungen in Karlsruhe:
May 11, 2000
Referent: Prof. Dr.
Gregor
Paul
(Karlsruhe)
Thema: Der ideale Mensch.
Die Utopie der konfuzianischen Klassik
Als Leiter der DCG ist
Gregor
Paul vielen Mit-gliedern und Freunden der Gesellschaft be-kannt. Zu
seinen
China-bezogenen Veröffentlichungen gehören: Asien und Europa
– Philosophien im Vergleich, Frankfurt a. M. 1984. Die Aktualität
der klassischen chinesischen Philosophie, München 1987. Aspects of
Confucianism, Frankfurt a. M., New York 1990. Die Menschenrechtsfrage:
Diskussi-on über China - Dialog mit China (Hg.), Göttingen
1998,
sowie: Traditionelle chinesische Kultur und Menschenrechtsfrage
(Mithg.),
2. Aufl. Baden-Baden 1999.
June 29,
2000
Referent: PD Dr. Ulrich
Lau
(Berlin)
Thema: Das Bild des
Delinquenten
in der frühchinesischen Rechtssprechung
Ulrich Lau ist einer
der
wenigen Sinologen, die sich der Erschließung alter chinesischer
Texte
widmen. So "entziffert", ediert, übersetzt und kommentiert er
Inschriften
und Texte aus dem ersten Jahrtausend vor unserer Zeitrechnung. Neben
zahlreichen
kürzeren Untersuchungen hat Lau 1999 umfangreiche Quellenstudien
zur
Landvergabe und Bodenübertragung in der westlichen Zhou-Dynastie
(1045?-771
v. Chr.) veröffentlicht. Sie sind genau so grundlegend, wie es
seine
vor dem Erscheinen stehende Arbeit zu frühen chinesischen
"Gesetzestexten"
oder rechtsrelevanten Texten werden dürfte.
July 6,
2000
Referent: Dr. Martin Woesler
(Mainz)
Thema: Personenbilder der
philosophisch orientierten Essayistik im modernen China
Als Vorstandsmitglied
der
DCG ist auch Dr. Woesler vielen Mitgliedern und Freunden be-kannt. Als
Sinologe gilt sein Interesse computer-linguistischen wie
literaturwisschenschaftlichen
Fragen. So hat er bereits zahlreiche Studien zum chinesischen Essay
veröffentlicht.
Zu den um-fangreicheren Büchern zum Thema zählt Der Essay ist
die Sehnsucht nach Freiheit: Wang Meng, ehemaliger Kultusminister
Chinas,
als Essayist im Zeitraum 1948 bis 1992, Frankfurt a. M. 1998.
November 8, 2000
Lecturer: Ambassador of
the
People's Republic of China, Mr. Lu Qiutian
Thema: Chinesische und
europäische
Denkweise
16 Uhr. Gemeinsame
Verantaltung
mit dem Interdisziplinären Institut für Angewandte
Kulturwissenschaft
(IAK) der Universität
Lectures in Achern
[description only in
German
by now]
Auch an der Akademie
für
europäisch-asiatische Wirtschaft und Kultur (AWK) in Achern bei
Of-fenburg
(Friedrichshöhe 40, 77855 Achern, Tel. 07841-605-0 oder
07841-605-102)
bietet die DCG mehrere Vorträge an. Sie finden an
unter-schiedlichen
Wochentagen, doch stets zur sel-ben Zeit, um 19 Uhr 30, statt.
[descriptions only in
German
by now]
26. September, 10.
Oktober,
7. November, 5. Dezember 2000
Referent: Prof. Dr.
Gregor
Paul
(Karlsruhe)
Thema: Geschichte des
Konfuzianismus
in vier Teilen.
May 23,
2000
Lecturer: Prof. Dr.
Gregor
Paul
(Karlsruhe)
Subject: What means
"confucian"?
Sense
and Senselessness, Information and Desinformation in the Usage of the
Phrase
and the Term
Die Art und Weise, wie
die
Wörter "Konfuzi-us", "konfuzianisch" und "Konfuzianismus" in den
deutschsprachigen
Medien verwendet wer-den, trägt eher zur Desinformation als zu
sach-gerechter
Information zu. Der Vortrag soll einige der Irrtümer, Vorurteile
und
Klischees klären, die für diese Situation kennzeichnend sind.
June 20,
2000
Lecturer: Dr. Martin Woesler
(Mainz)
Subject: Images of the
Person in the Philosophically Orientiented Essayism in Modern China
September 26, October 10,
November 7, December 6, 2000
Lecturer: Prof. Dr.
Gregor
Paul
(Karlsruhe)
Subject: History of
Confucianism
in four parts.
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